Was Hochdruckpumpen technisch auszeichnet
Der kennzeichnende Punkt ist die Auslegung auf hohe Förderdrücke. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen an Hydraulik, Gehäuse, Dichtungen, Anschlüsse und Antrieb. Bei der Auslegung werden Druckniveau und Förderstrom zusammen betrachtet, weil eine Pumpe nicht allein über den Maximaldruck beurteilt werden kann. Ebenso relevant sind die Eigenschaften des Mediums, etwa Viskosität, Temperatur, Feststoffanteil oder chemische Belastung.
Einsatzbereiche in Pumpenanlagen und Gebäudetechnik
Im Hochbau und in angeschlossenen technischen Anlagen werden Hochdruckpumpen unter anderem für Druckprüfungen, Reinigungsprozesse, Sprüh- oder Dosieranwendungen sowie für Förderaufgaben mit hohem Anlagenwiderstand eingesetzt. Auch in betriebstechnischen Teilanlagen von Gebäuden kommen sie vor, wenn ein definierter Prozessdruck erforderlich ist. Der konkrete Einsatz hängt stark davon ab, ob Wasser, Reinigungsmedien oder andere Betriebsflüssigkeiten gefördert werden.
Bauarten, Antriebe und medienbezogene Ausführungen
Hochdruckpumpen können auf unterschiedlichen Pumpenprinzipien beruhen. Je nach Druckbereich und Förderverhalten kommen beispielsweise mehrstufige Kreiselpumpen oder verdrängende Bauarten wie Kolben- oder Plungerpumpen in Frage. Damit unterscheidet sich die Bezeichnung Hochdruckpumpe von Begriffen wie Kolbenpumpe oder Kreiselpumpe: Hochdruck beschreibt primär den Einsatz- und Druckbereich, nicht zwingend das hydraulische Grundprinzip. Zusätzlich unterscheiden sich die Ausführungen nach Antrieb, stationärer oder mobiler Bauweise sowie nach medienberührten Werkstoffen.
Abgrenzung zu Druckerhöhungspumpen und anderen Pumpentypen
Innerhalb der Leistung Pumpen sind Hochdruckpumpen von Druckerhöhungspumpen abzugrenzen. Druckerhöhungspumpen dienen typischerweise der Versorgung von Leitungsnetzen mit stabilem Nutzdruck, während Hochdruckpumpen auf deutlich höhere Druckanforderungen einzelner Anwendungen oder Prozesse ausgelegt sind. Von Niederdruckpumpen unterscheiden sie sich durch ihre konstruktive Druckfestigkeit und die dafür ausgelegte Hydraulik. Gegenüber Abwasser- oder Entwässerungspumpen steht nicht die Medienverschmutzung oder Trockenhaltung im Vordergrund, sondern der gezielte Aufbau hoher Drücke.