Welche Funktion Fittings in Warmwasserleitungen übernehmen
In Warmwassersystemen werden Fittings dort eingesetzt, wo Leitungen nicht geradlinig verbunden werden können. Typische Aufgaben sind Richtungsänderungen mit Bögen oder Winkeln, Verzweigungen mit T-Stücken, Reduktionen auf andere Nennweiten sowie Übergänge zwischen unterschiedlichen Anschlussarten. Dazu kommen Endstücke, Muffen und weitere Formteile, die den Leitungsverlauf konstruktiv ermöglichen. Fittings übernehmen dabei keine Regel- oder Messfunktion, sondern dienen der Verbindung und Formgebung des Leitungssystems.
Typische Einbausituationen im Bereich Warmwasser
Fittings finden sich entlang der gesamten Warmwasserverteilung, etwa bei Steigzonen, Etagenverteilungen, Anschlüssen an Speicher oder Erzeuger sowie bei der Anbindung von Entnahmestellen. Sie werden im Neubau ebenso eingesetzt wie bei Umbauten, Sanierungen oder partiellen Reparaturen. Relevant sind sie auch dort, wo bestehende Leitungsführungen angepasst oder neue Abgänge in ein vorhandenes Netz integriert werden. In Trinkwarmwasserinstallationen ist zusätzlich darauf zu achten, dass Werkstoff und Verbindungssystem für diesen Einsatz geeignet sind.
Ausführungen nach Form, Material und Verbindungstechnik
Fittings lassen sich nach ihrer Geometrie und nach ihrer Verbindungstechnik unterscheiden. Zur ersten Gruppe gehören unter anderem Bögen, Winkel, T-Stücke, Kreuzungen, Reduktionen, Übergänge und Kappen. Bei der Verbindung kommen je nach System beispielsweise Gewinde-, Press-, Löt-, Steck- oder Schweissverbindungen in Frage. Die Auswahl hängt vom verwendeten Rohrsystem, von den Montagebedingungen und von den Anforderungen an Temperatur, Druck und Medium ab. Ebenso relevant ist, ob gleichartige oder unterschiedliche Werkstoffe miteinander verbunden werden sollen.
Abgrenzung zu Armaturen, Rohren und Rohrkupplungen
Innerhalb der Hierarchie unter Warmwasser sind Fittings von mehreren benachbarten Leistungen zu unterscheiden. Rohre bilden die eigentlichen Leitungsstrecken, Fittings verbinden und formen diese Strecken. Armaturen greifen funktional in den Betrieb ein, etwa durch Absperren, Regeln oder Mischen; Fittings übernehmen solche Aufgaben in der Regel nicht. Rohrkupplungen betreffen vor allem die Verbindung von Rohrenden und können montage- oder reparaturbezogen eingesetzt werden, während Fittings als breitere Gruppe von Form- und Übergangsteilen das gesamte Leitungslayout abbilden.