Zuordnung von Warmwasserkosten pro Nutzungseinheit
Ein Wasserkosten-Verteiler bildet die Grundlage dafür, dass Warmwasserkosten innerhalb eines Gebäudes einzelnen Einheiten zugewiesen werden können. Dafür werden Verbrauchswerte erfasst oder aus angeschlossenen Messkomponenten übernommen und einer Wohnung, einem Mietobjekt oder einer Gewerbeeinheit zugeordnet. Die Leistung umfasst je nach System die Messwerterfassung, die Zuordnung im Strang oder in der Wohnung sowie die Übergabe der Daten an Auslese- oder Abrechnungslösungen.
Typische Einbausituationen in zentralen Warmwasseranlagen
Solche Systeme finden sich in Mehrfamilienhäusern, Überbauungen, gemischt genutzten Liegenschaften und anderen Objekten mit zentraler Warmwasserbereitung. Relevant sind sie insbesondere dann, wenn mehrere Einheiten aus derselben Anlage versorgt werden und die Kosten nicht pauschal verteilt werden sollen. Die Einbindung erfolgt in der Regel dort, wo sich der Verbrauch pro Einheit sinnvoll erfassen oder abgrenzen lässt, etwa wohnungsweise oder strangspezifisch.
Technische Ausführungen und Systemeinbindung
Wasserkosten-Verteiler können als Teil eines konventionell ablesbaren oder eines fernablesbaren Systems ausgeführt sein. Je nach Aufbau der Anlage arbeiten sie mit separaten Messstellen, integrierten Erfassungsmodulen oder Schnittstellen zu übergeordneten Abrechnungssystemen. Entscheidend ist dabei nicht nur das Messprinzip, sondern auch die Einbindung in die Warmwasserverteilung, die Zugänglichkeit der Einbaustellen und die eindeutige Zuordnung der Daten zu den einzelnen Nutzungseinheiten.
Abgrenzung zu Warmwasserzählern und Verteilern
Ein Warmwasserzähler misst in erster Linie den Durchfluss beziehungsweise das bezogene Volumen an einer konkreten Messstelle. Ein Wasserkosten-Verteiler bezieht diese Messung in einen Abrechnungszusammenhang ein und dient der Verteilung der Kosten innerhalb des Gebäudes. Von einem Verteiler im sanitärtechnischen Sinn unterscheidet sich die Leistung ebenfalls klar: Dort geht es um die Verteilung des Mediums in der Installation, nicht um die Erfassung oder Zuordnung von Kostenanteilen.