Beschichtung der Beckeninnenfläche
Bassinfarben bilden eine dünne Schicht auf der vorbereiteten Beckenoberfläche. Je nach System dient sie der farblichen Gestaltung, der Erneuerung abgenutzter Oberflächen und in bestimmten Fällen auch dem zusätzlichen Schutz gegen Feuchtigkeit und chemische Beanspruchung durch das Beckenwasser. Damit die Beschichtung haftet und gleichmässig aushärtet, muessen Untergrundzustand, Restfeuchte und vorhandene Altanstriche berücksichtigt werden.
Typische Anwendungen bei Neubau und Sanierung
Beckenfarben kommen sowohl bei neu erstellten Bassins als auch bei der Instandsetzung bestehender Anlagen vor. Typische Anlässe sind verblasste Oberflächen, optische Uneinheitlichkeit, Abnutzung oder eine geplante Umnutzung des Beckens. Im Aussenbereich kommen Witterung und UV-Belastung hinzu, im Innenbereich stehen eher Reinigungszyklen, Wasseraufbereitung und laufender Betrieb im Vordergrund.
Systemwahl nach Untergrund und Nutzung
Nicht jede Beckenfarbe eignet sich für jede Konstruktion. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach mineralischen Untergründen wie Beton oder Putz, nach bereits vorhandenen Beschichtungen sowie nach der Art des Beckenbetriebs. Auch Farbton, Oberflächenbild und der vorgesehene Beschichtungsaufbau werden auf die Nutzung abgestimmt. Vor einer Erneuerung ist zu klären, ob eine Überarbeitung der bestehenden Schicht möglich ist oder ob Altbeschichtungen entfernt werden muessen.
Abgrenzung zu Auskleidungen und anderen Beckenleistungen
Bassinfarben unterscheiden sich von Auskleidungen dadurch, dass sie keine eigenständige, separate Innenhaut bilden, sondern direkt auf dem vorbereiteten Untergrund aufgebracht werden. Sie ersetzen auch keine Abdeckungen, Heizungen, Leuchten oder Überlaufrinnen, sondern betreffen ausschliesslich die Oberflächenbehandlung der Beckeninnenfläche. Von der Beckenreinigung ist die Leistung ebenfalls klar zu trennen: Reinigung ist Voraussetzung oder Unterhalt, Beckenfarbe ist eine Beschichtungsarbeit.