Was unter Baudesign verstanden wird
Baudesign beschreibt die gestalterische Ausarbeitung von baulichen Umgebungen. Dazu gehören Konzepte für Formensprache, Materialien, Farben, Oberflächen, Raumwirkung und gestalterische Details. Je nach Projekt kann sich Baudesign auf einzelne Bereiche wie Empfangszonen, Verkaufsflächen oder Fassaden beziehen oder ein übergeordnetes Erscheinungsbild für ein ganzes Objekt definieren.
Typische Einsatzbereiche in Bauprojekten
Baudesign wird in Neubauten, Umbauten und Sanierungen eingesetzt, wenn neben der technischen und funktionalen Planung auch die gestalterische Qualität präzise entwickelt werden soll. Häufige Anwendungsfelder sind Wohnbauten, Büroflächen, Ladenbau, Gastronomie, öffentliche Räume sowie Ausstellungs- und Empfangsbereiche. Auch bei der gestalterischen Überarbeitung bestehender Gebäude kann Baudesign genutzt werden, um Materialien, Farben und räumliche Wirkung neu zu ordnen.
Gestalterische Themen im Baudesign
Im Baudesign werden einzelne Gestaltungsebenen aufeinander abgestimmt. Dazu zählen etwa Material- und Farbkonzepte, Oberflächen, Lichtstimmungen, Möblierungsprinzipien, Orientierung im Raum und die visuelle Verbindung zwischen Innen- und Aussenbereichen. Je nach Aufgabenstellung kann der Schwerpunkt stärker auf Atmosphäre, Markenbezug, Nutzerführung oder der gestalterischen Integration technischer Elemente liegen.
Abgrenzung zu anderen Designleistungen
Baudesign bezieht sich auf gebaute Räume und bauliche Strukturen. Im Unterschied zur 3D-Visualisierung geht es nicht primär um die Darstellung eines Entwurfs, sondern um dessen gestalterische Entwicklung. Gegenüber Grafikdesign oder Corporate Design steht nicht die visuelle Kommunikation in Medien im Vordergrund, sondern die räumliche Gestaltung. Von Produktdesign und Industriedesign unterscheidet sich Baudesign dadurch, dass nicht einzelne Objekte, sondern räumliche und bauliche Zusammenhänge gestaltet werden.