Was Produktdesign konkret umfasst
Im Produktdesign werden Produkte so entwickelt, dass sie im Gebrauch nachvollziehbar, formal stimmig und auf ihren Zweck abgestimmt sind. Dazu gehören unter anderem Formgebung, Bedienlogik, Proportionen, Oberflächen, Materialwirkung und die gestalterische Ausarbeitung einzelner Bauteile oder Produktfamilien. Je nach Aufgabe reicht die Leistung von ersten Konzeptskizzen über Designentwürfe bis zu detaillierten Visualisierungen oder Dokumentationen für die weitere Entwicklung.
Typische Aufgabenfelder im Produktdesign
Produktdesign wird für Konsumgüter, Möbel, Leuchten, Geräte, Verpackungskomponenten, Arbeitsmittel oder technische Alltagsprodukte eingesetzt. Häufig geht es um Neuentwicklungen, die Überarbeitung bestehender Produkte oder die gestalterische Vereinheitlichung eines Sortiments. Auch Anforderungen aus Bedienbarkeit, Haptik, Transport, Lagerung oder Markenwirkung können Auslöser für ein Produktdesign-Projekt sein.
Gestalterische Schwerpunkte und Arbeitstiefen
Je nach Projekt kann Produktdesign konzeptionell, formal oder anwendungsbezogen ausgerichtet sein. Manche Aufgaben konzentrieren sich auf Nutzungsszenarien und Ergonomie, andere auf Materialität, Farbkonzepte, Detailsprache oder die visuelle Kohärenz innerhalb einer Produktlinie. In frühen Phasen stehen oft Ideenentwicklung und Variantenbildung im Vordergrund, in späteren Phasen die präzisere Ausarbeitung für Prototyping, Präsentation oder technische Weiterbearbeitung.
Abgrenzung zu Industriedesign, Verpackungsdesign und Screendesign
Produktdesign liegt innerhalb der Designleistungen auf der Ebene konkreter Produkte. Gegenüber Industriedesign ist der Begriff oft breiter und kann auch kleinere Serien, konsumnahe Produkte oder markenbezogene Gestaltungsaufgaben umfassen, ohne zwingend den industriellen Herstellungsprozess in den Vordergrund zu stellen. Verpackungsdesign bezieht sich primär auf die Hülle und Informationsgestaltung eines Produkts, während Screendesign digitale Benutzeroberflächen gestaltet. 3D-Visualisierung dient häufig der Darstellung eines Entwurfs, ersetzt aber nicht die eigentliche Designentwicklung.