Temporäre Netzversorgung für Veranstaltungen
Bei Festanlässen wird elektrische Energie für eine begrenzte Zeit bereitgestellt und verteilt. Die Leistung umfasst typischerweise die Anbindung an einen geeigneten Einspeisepunkt, den Aufbau von Provisorien, die Verteilung auf einzelne Verbraucher und die Absicherung der Anlage für den Anlassbetrieb. Im Unterschied zu dauerhaften Netzerweiterungen stehen Flexibilität, kurze Aufbauzeiten und eine klare Trennung zwischen temporärer und bestehender Infrastruktur im Vordergrund.
Typische Einsatzorte und betriebliche Anforderungen
Solche Lösungen werden bei Volksfesten, Konzerten, Sportveranstaltungen, Messen, Weihnachtsmärkten oder kommunalen Anlässen eingesetzt. Versorgt werden etwa Bühnen, Gastronomie, Kühlgeräte, Beleuchtung, Marktstände, Kassenbereiche oder technische Nebenanlagen. Je nach Gelände sind Zuführung, Kabelführung, Witterungsschutz, Lastverteilung und der Zugang für Auf- und Abbau frühzeitig zu planen.
Bestandteile von Anlagen für Festanlässe
Zum Leistungsbild können temporäre Hausanschlüsse, Baustrom- oder Eventverteiler, Kabelverbindungen, Unterverteilungen, Zählerlösungen sowie Massnahmen für Erdung und Absicherung gehören. Je nach Anlass werden einzelne Bereiche separat versorgt, damit Lasten übersichtlich aufgeteilt und Störungen lokal eingegrenzt werden können. Bei wiederkehrenden Anlässen kommen teils standardisierte Anschlusspunkte oder vorbereitete Einspeisemöglichkeiten zum Einsatz.
Abgrenzung zu anderen Netzbauleistungen
Festanlässe unterscheiden sich von NS-Verteilnetzen, Stationenbau oder MS-Anlagen und MS-Netzen dadurch, dass keine dauerhafte öffentliche Netzstruktur erstellt wird, sondern eine zeitlich begrenzte Versorgungslösung. Gegenüber Strassenbeleuchtung liegt der Fokus nicht auf einer festen Aussenbeleuchtungsanlage, sondern auf der temporären Energieverteilung für wechselnde Verbraucher. Von FttH-Anlagen und LWL-Anlagen sowie Glasfaserbau grenzt sich die Leistung durch den Schwerpunkt auf Stromversorgung statt Dateninfrastruktur ab.