Leistungsumfang bei FttH- und LWL-Infrastrukturen
Zu dieser Leistung gehören Arbeiten an passiven Glasfasernetzen, etwa Leerrohrsysteme, Schacht- und Muffenstandorte, Kabelzug oder Kabeleinblasung, Spleissungen sowie die Bestückung von Abschluss- und Verteilpunkten. Bei FttH-Anlagen kommt die Erschliessung bis zum Hausanschluss oder bis in die Nutzungseinheit hinzu. Ergänzend fallen je nach Projekt Messungen, Dämpfungsprüfungen, Kennzeichnung und Dokumentation an, damit die Strecke netztechnisch nachvollziehbar bleibt.
Typische Einsatzfelder im Netzbau
FttH-Anlagen werden vor allem bei der Erschliessung von Wohnüberbauungen, Bestandsquartieren, Gewerbearealen und Einzelobjekten umgesetzt. LWL-Anlagen kommen zudem bei Verbindungen zwischen Gebäuden, auf Betriebsarealen, in kommunalen Infrastrukturen oder als Zuleitung zu technischen Standorten zum Einsatz. Im Unterschied zu rein gebäudeinternen Installationen steht hier die netzseitige Verbindung zwischen Übergabepunkten, Verteilstrukturen und Anschlussorten im Vordergrund.
Ausprägungen von FttH- und LWL-Anlagen
Je nach Netzarchitektur unterscheiden sich Zugangsnetz, Hausanschluss, Arealnetz und objektbezogene LWL-Verkabelung. Bei FttH-Anlagen ist insbesondere die Ausführung des Anschlusswegs vom Strassennetz bis zum Abschlusspunkt im Gebäude relevant. Bei allgemeinen LWL-Anlagen können auch Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, redundante Strecken oder die Anbindung mehrerer Gebäude über passive Verteilstrukturen gefordert sein. Der technische Aufbau richtet sich nach Trassee, Reserveführung, Fasermanagement und den vorgesehenen Übergabepunkten.
Abgrenzung zu Glasfaserbau und anderen Netzbauleistungen
Innerhalb des Netzbaus überschneidet sich diese Leistung teilweise mit dem Glasfaserbau, geht aber in der Regel weiter als die reine bauliche Erstellung des Trassees oder die Verlegung von Rohr- und Kabelanlagen. FttH-Anlagen und LWL-Anlagen umfassen die optische Strecke als funktionierende Netzinfrastruktur mit Anschlusspunkten, Spleisskonzept und messtechnischer Prüfung. Von MS-Anlagen, NS-Verteilnetzen oder Stationenbau unterscheidet sich die Leistung durch ihren Fokus auf Lichtwellenleiter statt auf elektrische Energieverteilung. Gegenüber Freileitungsbau steht nicht die Freileitungstechnik, sondern die kabelgebundene optische Übertragung im Zentrum.