Was zur Strassenbeleuchtung im Netzbau gehört
Zur Strassenbeleuchtung gehören die technische Ausrüstung der Beleuchtungsanlage und ihre Einbindung in die elektrische Infrastruktur. Dazu zählen Fundamente, Masten, Ausleger, Leuchten, Kandelaberkabel, Steuerleitungen, Sicherungen, Schaltstellen und Speisepunkte. Je nach Projekt umfasst die Leistung auch Demontagen, Mastverschiebungen, Tiefbaukoordination sowie die Anpassung von Trassen und Anschlusspunkten.
Typische Einsatzbereiche im öffentlichen Raum
Strassenbeleuchtungen werden an Quartierstrassen, Hauptverkehrsachsen, Fuss- und Velowegen, Unterführungen, Bushaltestellen, Kreuzungen und öffentlichen Plätzen erstellt oder erneuert. Auch Industrieareale, Parkierungsflächen und kommunale Nebenanlagen können Teil solcher Projekte sein, sofern sie an die entsprechende Netzinfrastruktur angebunden werden. Der Leistungsumfang variiert je nach Verkehrsfläche, Mastabstand, Lichtpunktdichte und örtlicher Erschliessung.
Anlagenteile, Steuerung und Erneuerung bestehender Systeme
Bei Neu- und Umbauten werden nicht nur Leuchten ersetzt, sondern häufig ganze Anlagenteile überprüft oder angepasst. Dazu gehören Masten mit Korrosionsschäden, veraltete Verkabelungen, ungenügende Fundamente oder nicht mehr passende Schaltgruppen. Je nach Anforderungen kommen unterschiedliche Leuchtentypen, Mastformen und Steuerungslösungen zum Einsatz, etwa zeitabhängige Schaltungen, Dimmkonzepte oder zentral verwaltete Systeme.
Abgrenzung zu NS-Verteilnetzen, Stationenbau und Festanlässen
Strassenbeleuchtung ist im Netzbau eng mit dem Niederspannungsnetz verbunden, unterscheidet sich aber von NS-Verteilnetzen durch ihren Zweck: Sie versorgt primär Lichtpunkte und nicht allgemeine Verbraucheranschlüsse. Vom Stationenbau und von MS-Anlagen grenzt sich die Leistung durch die Spannungsebene und die Anlagengrösse ab. Anders als temporäre Installationen für Festanlässe ist Strassenbeleuchtung auf den dauerhaften Betrieb im öffentlichen Raum ausgelegt.