Trennung von Kompost nach Korngrössen
Bei der Kompostierung wird das Material nach der Rotte oder in Zwischenstufen gesiebt, um definierte Fraktionen zu erhalten. Feinmaterial kann als fertiger oder weiter aufzubereitender Kompost genutzt werden, während gröbere Bestandteile erneut behandelt oder zurückgeführt werden. Je nach Ausgangsmaterial hilft die Siebung auch dabei, Fremdstoffe und nicht ausreichend umgesetzte Bestandteile aus dem Stoffstrom zu entfernen.
Einsatz in Grüngut- und Bioabfallanlagen
Siebmaschinen kommen in Anlagen zum Einsatz, die organische Abfälle, Grüngut oder gemischte biogene Stoffströme verarbeiten. Typische Anwendungen sind die Aufbereitung von Fertigkompost, die Vor- oder Nachsortierung in der Rotteführung sowie die Abtrennung von Strukturmaterial. Die Anforderungen unterscheiden sich je nachdem, ob vorwiegend sauberer Grüngutschnitt oder stärker verunreinigter Bioabfall verarbeitet wird.
Gängige Bauarten und Auslegungen
Im Kompostbereich werden je nach Materialeigenschaften unterschiedliche Siebprinzipien eingesetzt, etwa Trommelsiebe, Sternsiebe oder andere mechanische Sieblösungen. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Feuchtigkeit, Faserigkeit, gewünschter Trennschärfe und Durchsatz. Auch die Mobilität der Anlage, die Zahl der erzeugten Fraktionen und die Einbindung in bestehende Förder- oder Aufbereitungslinien sind für die Auslegung relevant.
Abgrenzung zu Zerkleinerung, Mischen und Absacken
Siebmaschinen trennen Materialfraktionen, sie verändern das Material jedoch nicht in derselben Weise wie Zerkleinerungsmaschinen oder Häcksler. Mischer homogenisieren Stoffströme, während Absackanlagen das aufbereitete Endprodukt verpacken. Innerhalb der Kompostierung organischer Abfälle sind Siebmaschinen daher der Aufbereitung und Qualitätsabstufung zuzuordnen, nicht der biologischen Umsetzung wie bei Vergärungsanlagen oder der Wasserabtrennung wie bei Entwässerungsanlagen.