Planerische Inhalte bei Aufbereitung und Versorgung
Bearbeitet werden die technische und betriebliche Auslegung von Aufbereitungs- und Versorgungssystemen. Dazu gehören die Beurteilung der Rohwasserbeschaffenheit, die Definition der geforderten Wasserqualität, die Wahl geeigneter Aufbereitungsschritte sowie die Konzeption von Speicherung, Druckhaltung und Verteilung. Je nach Aufgabenstellung fliessen auch Redundanzen, Hygienekonzepte, Schnittstellen zu bestehenden Anlagen und Anforderungen an Betriebssicherheit in die Planung ein.
Typische Einsatzkontexte für Wassersysteme
Die Leistung wird eingesetzt bei Neubauten, Erweiterungen und Erneuerungen von Wasserversorgungsanlagen, bei der Umstellung von Bezugsquellen oder bei der Anpassung an veränderte Verbrauchsprofile. In Gemeinden betrifft dies unter anderem Fassungen, Reservoire, Aufbereitung und Netzanbindung. In Industrie und Gewerbe stehen häufig Prozesswasser, Kreislaufführung, standortspezifische Qualitätsanforderungen und die Trennung verschiedener Wasserströme im Vordergrund. Auch Areale mit eigener Infrastruktur benötigen abgestimmte Versorgungskonzepte.
Teilbereiche von Trinkwasser bis industrielle Aufbereitung
Zur Leistung gehören unterschiedliche Teilbereiche mit eigener fachlicher Ausrichtung. Die Trinkwasseraufbereitung behandelt die Aufbereitung von Rohwasser für die sichere Abgabe als Trinkwasser. Wasserversorgungsanlagen umfassen die technische Struktur von Gewinnung, Speicherung, Förderung und Verteilung. Aufbereitungsanlagen industrieller Abwässer können Teil dieser Leistung sein, wenn sie direkt in ein Wasserwiederverwendungs-, Kreislauf- oder Versorgungsmodell eingebunden sind und nicht primär als Entsorgungsanlage geplant werden.
Abgrenzung zu benachbarten Leistungen
Wasseraufbereitung und Wasserversorgung unterscheidet sich von Abwasserbehandlung und Abwasserentsorgung durch den Fokus auf Bereitstellung und Qualität des nutzbaren Wassers statt auf Ableitung und Reinigung vor Einleitung oder Entsorgung. Gegenüber Analyse und Überwachung liegt der Schwerpunkt nicht auf Messprogrammen oder laufender Kontrolle, sondern auf der fachlichen Konzeption und Bewertung von Systemen. Wasserressourcen Management betrachtet eher die übergeordnete Bewirtschaftung von Wasserressourcen, während diese Leistung die konkrete technische Ausgestaltung von Aufbereitung und Versorgung behandelt. Automatisierungssysteme und Prozessleitsysteme betreffen dagegen vor allem die Steuerungs- und Betriebsebene der Anlagen.