Funktionsprinzip von Magnetpumpen
Bei einer Magnetpumpe wird das Drehmoment vom Motor über ein Magnetfeld auf das Laufrad übertragen. Der Antriebsmagnet und der mit dem Laufrad verbundene Innenmagnet sind durch ein dichtes Gehäuseteil voneinander getrennt. So bleibt der Förderraum geschlossen, obwohl die Pumpe mechanisch angetrieben wird. Dieses Prinzip wird vor allem bei Pumpen eingesetzt, die flüssige Medien kontinuierlich und möglichst leckagearm fördern sollen.
Typische Einsatzbereiche in Wasser-, Abwasser- und Prozessanlagen
Magnetpumpen kommen in Anlagen zum Einsatz, in denen Chemikalien, Zusatzstoffe oder technisch anspruchsvolle Flüssigkeiten gefördert werden. Dazu gehören etwa Dosier- und Transferaufgaben bei Wasseraufbereitung, Abwasserbehandlung, Neutralisation oder chemischen Nebenprozessen. Sie eignen sich insbesondere für Medien, bei denen austretende Flüssigkeit sicherheitstechnisch, umweltbezogen oder betrieblich problematisch wäre. Ob eine Magnetpumpe geeignet ist, hängt unter anderem von Medium, Temperatur, Viskosität und den Betriebsbedingungen ab.
Bauarten, Werkstoffe und betriebliche Grenzen
Magnetpumpen sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, etwa mit verschiedenen Werkstoffen für benetzte Teile oder mit unterschiedlichen konstruktiven Grundlagen. Je nach Medium kommen metallische oder korrosionsbeständige nichtmetallische Ausführungen infrage. In der Praxis ist zu prüfen, wie empfindlich die Pumpe auf Trockenlauf, Feststoffanteile, Gasanteile oder stark schwankende Betriebszustände reagiert. Die Auswahl richtet sich deshalb nicht nur nach der Fördermenge, sondern auch nach der chemischen Beständigkeit und dem zulässigen Einsatzbereich.
Abgrenzung zu Chemiepumpen, Dosierpumpen und anderen Pumpentypen
Innerhalb der Leistung Pumpen beschreibt Magnetpumpen in erster Linie die Art der Kraftübertragung und Abdichtung, nicht zwingend ein eigenes hydraulisches Grundprinzip. Viele Magnetpumpen werden zugleich als Chemiepumpen eingesetzt, weil sie für kritische oder aggressive Medien geeignet sind; der Begriff Chemiepumpen ist jedoch breiter. Von Dosierpumpen unterscheiden sie sich dadurch, dass Magnetpumpen nicht automatisch für exakte, mengenproportionale Dosierung ausgelegt sind. Gegenüber Pumpen mit Gleitringdichtung liegt der wesentliche Unterschied in der dichtungslosen Wellenführung, während sich Magnetpumpen von Membran- oder Exzenterschneckenpumpen auch im Förderprinzip unterscheiden.