Aufgabe von Pumpen in Wasser- und Abwasseranlagen
In dieser Leistung stehen Pumpen als fördertechnische Aggregate innerhalb von Behandlungs- und Transportsystemen im Fokus. Sie bewegen Rohabwasser, Klarwasser, Schlamm, Filtrate, Chemikalien oder Hilfsmedien zwischen Schächten, Becken, Reaktoren, Leitungen und Aufbereitungsstufen. Die Auslegung richtet sich nach Fördermenge, Förderhöhe, Medium, Feststoffanteil, Viskosität, Temperatur und den betrieblichen Randbedingungen der Anlage.
Typische Einsatzbereiche von Pumpen
Pumpen werden in Zulaufwerken, Hebeanlagen, Druckleitungen, Entwässerungssystemen, Dosierstrecken und Schlammbehandlungsprozessen eingesetzt. In der Abwassertechnik sind unter anderem Abwasserpumpen, Freistrompumpen, Schneidradpumpen oder Tauchpumpen verbreitet. In der Wasserbehandlung kommen je nach Prozess auch Heizungspumpen, Druckerhöhungsanwendungen, Dosierpumpen oder Chemiepumpen vor, etwa für Betriebswasser, Spülwasser oder Prozesschemikalien.
Bauarten und mediengerechte Ausführungen
Für dünnflüssige Medien werden häufig Kreiselpumpen beziehungsweise Zentrifugalpumpen eingesetzt. Bei hochviskosen, feststoffhaltigen oder scherempfindlichen Medien kommen eher Verdrängerprinzipien wie Exzenterschneckenpumpen, Drehkolbenpumpen, Kolbenpumpen, Membranpumpen oder Schlauchpumpen in Betracht. Für chemisch anspruchsvolle Medien sind Materialwahl, Dichtungskonzept und Beständigkeit entscheidend; dafür werden beispielsweise Magnetpumpen, Säurepumpen oder spezielle Chemiepumpen verwendet.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
Pumpen sind einzelne Aggregate zur Förderung von Medien. Davon zu unterscheiden sind Rührwerke, die Inhalte in Becken durchmischen, sowie Armaturen wie Ventile, Absperrschieber oder Absperrklappen, die Ströme absperren oder regeln. Auch Druckerhöhungsanlagen oder Abwasserförderung beschreiben eher komplette Systeme oder Anwendungen, während diese Leistung die Pumpe selbst und ihre Bauarten umfasst; Vakuumpumpen und Verdichter gehören zudem in andere fördertechnische Einsatzfelder als die übliche Flüssigkeitsförderung in Wasser- und Abwasseranlagen.