Welche Stoffe bei BTEX untersucht werden
BTEX bezeichnet eine klar abgegrenzte Stoffgruppe aus leichtfluechtigen aromatischen Kohlenwasserstoffen: Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylol. In der Analytik werden diese Komponenten in der Regel als Einzelstoffe ausgewiesen, weil Konzentration, Verteilung und Bewertung je Stoff unterschiedlich ausfallen koennen. Die Untersuchung richtet sich auf das Vorhandensein und die Hoehe dieser Verbindungen in der jeweiligen Probe.
Typische Proben und Untersuchungsanlaesse
BTEX werden vor allem bei Verdacht auf treibstoff- oder loesungsmittelbedingte Belastungen untersucht. Typische Probenarten sind Bodenproben aus belastungsverdächtigen Bereichen, Grund- oder Sickerwasserproben, Eluate sowie Bodenluftproben. Die Analysen kommen in Voruntersuchungen, Detailabklaerungen, bei der Abgrenzung von Schadensbereichen und in der Begleitung von Sanierungen zum Einsatz.
Auswertung nach Einzelstoffen und Probenmatrix
Die Aussagekraft einer BTEX-Analyse haengt von der Probenart und der Fragestellung ab. In Wasserproben steht oft die geloeste Belastung im Vordergrund, waehrend bei Boden- oder Bodenluftproben auch die Verteilung im Untergrund und das Verhalten fluechtiger Anteile relevant sind. Je nach Laborbericht werden die Stoffe einzeln aufgefuehrt; bei Xylolen kann zusaetzlich nach Isomeren oder als Sammelwert berichtet werden.
Abgrenzung zu anderen Schadstoffanalysen
Innerhalb der Schadstoffanalysen gehoert BTEX zur Untersuchung organischer, leichtfluechtiger Einzelverbindungen. Die Leistung unterscheidet sich von Gesamt-Kohlenwasserstoffen, bei denen ein breiteres Kohlenwasserstoffspektrum summarisch erfasst wird. Gegenueber CKW betrifft BTEX keine chlorierten Kohlenwasserstoffe, und im Unterschied zu PAK oder PCB stehen hier fluechtigere aromatische Stoffe mit anderem Umweltverhalten im Fokus.