Welche Stoffe bei Schwermetalluntersuchungen erfasst werden
Untersucht werden anorganische Schadstoffe, die in erhöhten Konzentrationen aus industrieller Nutzung, Ablagerungen, Verkehrseinträgen oder belasteten Materialien stammen können. Je nach Fragestellung umfasst das Spektrum einzelne Metalle oder ein breiteres Untersuchungspaket. Relevant ist dabei nicht nur, ob ein Stoff vorhanden ist, sondern in welcher Konzentration er vorliegt und in welchem Medium er nachgewiesen wird.
Typische Proben im Bereich Boden und Altlasten
Schwermetalluntersuchungen werden häufig an Bodenproben, Aushubmaterial, Auffüllungen, Schlämmen, Eluaten und Wasserproben durchgeführt. Typische Anwendungsfälle sind Voruntersuchungen von Verdachtsflächen, die Beurteilung von belastetem Untergrund, Abklärungen bei Rückbau- oder Aushubprojekten sowie die Untersuchung von Sicker- und Grundwasser im Umfeld kontaminierter Standorte. Die Aussagekraft hängt stark von der Probenahme und der räumlichen Verteilung der Probenpunkte ab.
Untersuchungsumfang und Ergebnisarten
Je nach Ziel der Untersuchung werden Gesamtgehalte in Feststoffen, gelöste Gehalte in Wasser oder das Auslaugverhalten über Eluattests betrachtet. Gesamtgehalte zeigen, welche Stoffmengen im Material enthalten sind, während Eluat- oder Wasseranalysen Hinweise auf Mobilität und möglichen Stoffaustrag geben. In der Praxis werden Schwermetalluntersuchungen deshalb oft so aufgebaut, dass sowohl das Belastungsniveau als auch das Umweltverhalten eines Materials beurteilt werden kann.
Abgrenzung zu anderen Schadstoffanalysen
Schwermetalluntersuchungen sind ein Teilbereich der Schadstoffanalysen und beziehen sich auf anorganische Stoffe. Sie unterscheiden sich von Untersuchungen auf organische Schadstoffe wie PAK, PCB, BTEX oder CKW, die andere Stoffgruppen und andere Belastungsquellen betreffen. Von allgemeinen Laboruntersuchungen oder Analysen grenzt sich die Leistung dadurch ab, dass sie gezielt auf Metallbelastungen ausgerichtet ist; Probenahmen wiederum bilden die vorgelagerte Leistung zur Gewinnung geeigneter Proben.