Wasserproben als Grundlage für Schadstoffuntersuchungen
Eine Wasserprobe bildet die Zusammensetzung des Wassers an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt ab. Für aussagekräftige Resultate müssen Entnahmestelle, Probengefäss, Konservierung und Transport auf die geplante Untersuchung abgestimmt sein. Im Labor werden die Proben anschliessend auf definierte Einzelstoffe oder Stoffgruppen untersucht, etwa auf organische oder anorganische Belastungen.
Typische Einsatzorte im Bereich Boden und Altlasten
Wasserproben werden unter anderem bei Altlastenstandorten, Deponien, Industriearealen, Baugruben oder Entwässerungssystemen eingesetzt. Sie kommen zum Zug, wenn ein Verdacht auf Stoffeinträge in das Grund- oder Oberflächenwasser besteht oder wenn bestehende Belastungen überwacht werden sollen. Auch bei Sanierungen dienen Wasserproben dazu, Veränderungen im Zeitverlauf nachvollziehbar zu machen.
Einzelproben, Mischproben und Probenreihen
Je nach Untersuchungsziel werden Wasserproben als Einzelprobe, als zeitlich oder räumlich zusammengefasste Mischprobe oder als wiederkehrende Probenreihe erhoben. Einzelproben eignen sich für die Beurteilung einer konkreten Situation an einem definierten Messpunkt. Probenreihen werden verwendet, wenn saisonale Schwankungen, wechselnde Betriebszustände oder die Entwicklung einer Belastung über längere Zeit beobachtet werden sollen.
Abgrenzung zu Probenahmen, Wasserqualität und Einzelanalysen
Wasserproben bezeichnen das Untersuchungsmaterial beziehungsweise die konkrete Probe des Mediums Wasser. Die Geschwisterleistung Probenahmen beschreibt dagegen den Vorgang der Entnahme selbst. Wasserqualität ist weiter gefasst und umfasst die fachliche Bewertung eines Gewässers oder Wassersystems anhand mehrerer Parameter; Wasserproben sind dafür oft die Datengrundlage. Leistungen wie anorganische Schadstoffe, BTEX oder Schwermetalluntersuchungen benennen die analytischen Inhalte, die an einer Wasserprobe durchgeführt werden.