Was bei PCB-Analysen bestimmt wird
Bei einer PCB-Analyse werden polychlorierte Biphenyle als klar definierte Stoffgruppe untersucht. Je nach Fragestellung erfolgt die Auswertung über einzelne Kongenere oder über Summenparameter. Das Labor prüft dabei nicht allgemein auf organische Belastungen, sondern gezielt auf PCB als eigenständige Schadstoffgruppe mit spezifischem analytischem Profil.
Typische Untersuchungsanlaesse im Bereich Boden und Altlasten
PCB-Untersuchungen kommen zum Einsatz, wenn bei Standorten, Auffuellungen, Aushub oder belasteten Materialien ein Verdacht auf chlororganische Rueckstaende besteht. Relevant sind sie unter anderem bei historischen Nutzungen, bei der Beurteilung von Entsorgungswegen oder bei der Abklaerung von Schadstoffbildern in Voruntersuchungen. Auch bei der Abgrenzung kontaminierter Teilbereiche kann eine gezielte PCB-Analytik erforderlich sein.
Moegliche Auspraegungen der PCB-Bestimmung
Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach Materialart, Untersuchungsziel und Bewertungsrahmen. Unterschieden werden kann etwa zwischen orientierenden Untersuchungen und vertieften stoffbezogenen Analysen. In der Praxis werden PCB je nach Auftrag in Boden, Eluat, Wasser oder weiteren Probenmatrizen untersucht, sofern dies fachlich angezeigt ist.
Abgrenzung zu AOX, CKW, PAK und allgemeinen Organik-Analysen
PCB-Analysen sind keine Sammelanalyse fuer alle chlorierten oder organischen Stoffe. Im Unterschied zu AOX wird nicht eine Summengroesse fuer adsorbierbare organische Halogenverbindungen ermittelt, sondern gezielt die Stoffgruppe PCB. Gegenueber CKW und PAK ist die Leistung ebenfalls klar abgegrenzt, da diese andere Schadstoffklassen betreffen. Von Probenahmen und allgemeinen Laboruntersuchungen unterscheidet sich PCB als konkrete stoffbezogene Analyse innerhalb der uebergeordneten Schadstoffanalysen.