Direkte Erfassung von Motorabgasen
Bei der Abgasabsaugung werden Abgase möglichst nahe an der Entstehungsstelle aufgenommen, typischerweise am Auspuff oder an einem definierten Austrittspunkt. Dadurch gelangen deutlich weniger Schadstoffe in die Atemluft der anwesenden Personen. Zum System gehören je nach Ausführung Erfassungselemente, Leitungen, Ventilatoren und die geregelte Abführung ins Freie oder in eine weiterführende Behandlung.
Einsatzbereiche in geschlossenen und teilgeschlossenen Arbeitszonen
Typische Anwendungen finden sich dort, wo Verbrennungsmotoren im Stand, bei Prüfungen oder beim Rangieren betrieben werden. Dazu gehören unter anderem Fahrzeugwerkstätten, Depot- und Einstellhallen, Servicebereiche für Nutzfahrzeuge, Prüfstände oder Bereiche mit motorgetriebenen Aggregaten. Relevant ist die Leistung überall dort, wo sich Abgase in Innenräumen oder unter Dach ansammeln können.
Systemausführungen je nach Fahrzeug- und Betriebsablauf
Die Ausführung richtet sich nach Anzahl der Arbeitsplätze, Beweglichkeit der Fahrzeuge und Dauer des Motorbetriebs. Verbreitet sind fest installierte Anschlusspunkte, flexible Schlauchsysteme, Aufrollsysteme oder Lösungen entlang von Fahrwegen. Bei stationären Aggregaten kommen häufig definierte Anschlussstellen zum Einsatz, während in Werkstattumgebungen eher flexible Erfassungssysteme benötigt werden.
Abgrenzung zu anderen Leistungen der Luftreinhaltung
Abgasabsaugung ist auf Verbrennungsabgase ausgelegt und damit enger gefasst als allgemeine Abluftabsauganlagen oder Klimatisierung und Lüftung. Sie unterscheidet sich auch von Absaugarmen für Punktabsaugung, die je nach Medium für andere Emissionen eingesetzt werden, sowie von Schweissgasabsaugung oder Gasabsaugung, die andere Stoffgruppen erfassen. Atemschutz kann ergänzend notwendig sein, ersetzt aber keine technische Erfassung an der Quelle.