Funktionsprinzip der punktnahen Erfassung
Ein Absaugarm führt eine Erfassungshaube oder Düse in die Nähe der Emissionsquelle und leitet die belastete Luft in ein angeschlossenes Absaug- oder Filtersystem. Durch die lokale Erfassung wird verhindert, dass sich Schadstoffe zuerst im Arbeitsbereich verteilen. Die Wirksamkeit hängt stark von der Positionierung, der Öffnungsform der Erfassung und dem angeschlossenen Luftvolumenstrom ab.
Typische Arbeitsplätze mit wechselnder Emissionsquelle
Absaugarme werden an Arbeitsplätzen verwendet, an denen Rauch, Staub oder Dämpfe nicht dauerhaft an derselben Stelle entstehen. Dazu gehören unter anderem Schweiss- und Lötarbeiten, Schleif- und Polierprozesse, Klebe- und Dosierarbeiten sowie Labor- und Werkbankanwendungen. Sie eignen sich besonders für Tätigkeiten, bei denen Werkstückgrösse, Bearbeitungsrichtung oder Arbeitsposition variieren.
Ausführungen nach Montage, Reichweite und Medium
Je nach Einsatz gibt es Absaugarme mit Wand-, Decken-, Tisch- oder Konsolenmontage sowie unterschiedlichen Reichweiten und Haubenformen. Konstruktiv kommen starre Gelenkarme, Schlauchlösungen oder Kombinationen daraus vor. Die Auswahl richtet sich nach dem zu erfassenden Medium, etwa feiner Staub, heisse Dämpfe oder chemisch belastete Luft, sowie nach dem verfügbaren Bewegungsraum am Arbeitsplatz.
Abgrenzung zu Abluftanlagen, Schweissgasabsaugung und Lüftung
Absaugarme für Punktabsaugung sind keine vollständigen Abluftabsauganlagen, sondern eine bewegliche Erfassungseinheit innerhalb eines Gesamtsystems. Im Unterschied zur allgemeinen Klimatisierung und Lüftung erfassen sie Luftverunreinigungen vor der Verdünnung im Raum. Gegenüber der Schweissgasabsaugung ist der Begriff breiter, weil Absaugarme auch für andere Prozesse eingesetzt werden können. Von festen Lüftungsaufsätzen oder Saughauben unterscheiden sie sich durch ihre gezielte Verstellbarkeit am Arbeitsplatz.