Anzeige von Messwerten, Zuständen und Meldungen
Anzeiger sind optische Ausgabegeräte für technische Signale. Analoge Ausführungen arbeiten typischerweise mit Skala und Zeiger oder mit klar definierten Anzeigebereichen, digitale Ausführungen mit Ziffern, Text, Symbolen oder Segmentanzeigen. Dargestellt werden können unter anderem Temperatur, Druck, Füllstand, Durchfluss, Betriebszustände oder Grenzwertmeldungen. Die Geräte sind Teil eines Warn- oder Überwachungssystems, übernehmen aber in der Regel nicht selbst die umfassende Auswertung oder Dokumentation der Daten.
Typische Anwendungen in Energie- und Umweltanlagen
Anzeiger finden sich in Schaltschränken, an Maschinen, in Technikzentralen sowie an verteilten Anlageteilen. Sie dienen zur lokalen Anzeige in Heiz-, Kälte-, Lüftungs-, Wasser-, Abwasser- oder Energieanlagen, wenn Personal vor Ort Betriebszustände rasch erfassen muss. Häufig werden Soll- und Istwerte, Freigaben, Sammelstörungen oder Füll- und Pegelzustände dargestellt. Auch bei dezentralen Messpunkten sind Anzeiger sinnvoll, wenn eine direkte visuelle Kontrolle ohne separates Bediengerät erforderlich ist.
Analoge und digitale Ausführungen
Analoge Anzeiger eignen sich für die schnelle visuelle Erfassung von Tendenzen und Arbeitsbereichen. Digitale Anzeiger werden eingesetzt, wenn Zahlenwerte eindeutig ablesbar sein müssen oder wenn mehrere Statusinformationen in kompakter Form dargestellt werden sollen. Je nach Anwendung kommen Einzelanzeigen, Mehrfachanzeigen, Schalttafeleinbaugeräte oder feldtaugliche Vor-Ort-Anzeigen in Frage. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Signalart, Ablesedistanz, Umgebungsbedingungen und der Frage, ob nur angezeigt oder zusätzlich ein Grenzwertstatus sichtbar gemacht werden soll.
Abgrenzung zu Alarmierung, Datenerfassung und Überwachung
Im Unterschied zu Alarmierungssystemen dienen Anzeiger primär der visuellen Darstellung und nicht der aktiven Weiterleitung von Alarmen. Gegenüber Betriebsdatenerfassungsgeräten und Störmeldegeräten steht nicht die Protokollierung oder Meldespeicherung im Vordergrund. Von Überwachungssystemen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie meist einzelne Werte oder Zustände sichtbar machen, statt mehrere Signale zentral zu bewerten. Wenn eine Anzeige mit automatischer Alarmgabe, Sammelmeldelogik oder weitergehender Analyse verbunden wird, überschneidet sich die Funktion mit anderen Leistungen dieser Hierarchiestufe.