Welche Zustände Flüssigkeitswarngeräte erfassen
Überwacht wird je nach Ausführung der Kontakt mit einer Flüssigkeit, das Erreichen eines Schwellwerts oder das Auftreten eines Mediums in einem Bereich, in dem es nicht vorgesehen ist. Das Gerät erzeugt daraus eine Warnmeldung, lokal oder als Signal an eine übergeordnete Steuerung. Entscheidend ist nicht die laufende Prozessmessung, sondern die sichere Erkennung eines definierten Warnfalls.
Typische Einsatzorte in Energie- und Umweltanlagen
Flüssigkeitswarngeräte finden sich unter anderem bei Tank- und Dosieranlagen, in Auffangwannen, Schächten, Technikräumen, Pumpensümpfen oder an Leitungsführungen mit erhöhtem Leckagerisiko. Sie werden auch an Stellen eingesetzt, an denen eindringendes Wasser oder austretende Betriebsmedien technische Einrichtungen beeinträchtigen könnten. Der Einsatzbereich reicht von gebäudetechnischen Installationen bis zu anlagenbezogenen Sicherheitskonzepten.
Ausführungen nach Medium, Einbauort und Warnlogik
Die passende Ausführung richtet sich nach dem zu überwachenden Medium, der Einbausituation und der geforderten Signalverarbeitung. Unterschieden wird etwa zwischen punktförmiger Überwachung an einem Sensorort und der Überwachung eines ganzen Bereichs oder Sammelraums. Relevant sind dabei unter anderem die Verträglichkeit mit dem Medium, die Umgebungsbedingungen sowie die Frage, ob eine einfache Meldung genügt oder eine Einbindung in eine Leittechnik vorgesehen ist.
Abgrenzung zu verwandten Überwachungsgeräten
Leermelder und Vollmelder beziehen sich auf definierte Füllstandsgrenzen in Behältern, während Strömungswächter die Bewegung eines Mediums in einer Leitung überwachen. Die Ölschichtüberwachung ist auf die Erkennung von Ölschichten in dafür vorgesehenen Anwendungen ausgerichtet. Flüssigkeitswarngeräte dagegen melden das Vorhandensein oder Austreten einer Flüssigkeit an einem bestimmten Ort. Störmeldeanlagen und Alarmierungssysteme übernehmen anschliessend die Sammlung, Weiterleitung oder Ausgabe solcher Meldungen, erfassen das Medium aber nicht selbst.