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Polysulfide (Thiokol)

Polysulfide (Thiokol) bezeichnen schwefelhaltige Polymerwerkstoffe, die als Rohstoff vor allem in flüssigen Systemen, aber auch als Formteile oder Halbzeuge vorkommen. Relevant sind sie dort, wo elastisches Verhalten, Dichtheit und Beständigkeit gegenüber vielen Medien gefordert sind. Innerhalb der Spezialpolymere unterscheiden sie sich damit klar von starren Konstruktionskunststoffen.
  • Flüssigharze
  • Formteile
  • Halbzeug

Werkstoffcharakter von Polysulfiden

Polysulfide sind Polymerwerkstoffe mit Schwefelbindungen in der Struktur. Im industriellen Einsatz werden sie häufig als reaktive Flüssigharze oder als elastomer geprägte Materialien verarbeitet. Bei der Beurteilung stehen unter anderem Viskosität, Vernetzungsverhalten, Haftung auf unterschiedlichen Untergründen sowie die Beständigkeit gegenüber Witterung und verschiedenen chemischen Medien im Vordergrund.

Typische Anwendungen im Rohstoff- und Verarbeitungsumfeld

Polysulfide werden vor allem für Dicht-, Verguss- und Beschichtungssysteme betrachtet, bei denen eine dauerhafte Abdichtung unter mechanischer Bewegung oder Medieneinfluss gefordert ist. Je nach Formulierung kommen sie auch in Bauteilen zum Einsatz, die elastisch bleiben sollen und nicht primär als steife Konstruktionskomponenten ausgelegt sind. Im Rohstoffhandel ist daher weniger die klassische Spritzgussanwendung prägend als die Nutzung in formulierten Systemen oder spezialisierten Elastomeranwendungen.

Flüssigharze, Formteile und Halbzeug

Als Flüssigharze werden Polysulfide in der Regel für weiterverarbeitete Systeme eingesetzt, etwa für Dichtmassen, Vergussmassen oder Rezepturen mit definiertem Vernetzungsverhalten. Formteile umfassen gefertigte elastische Komponenten mit vorgegebener Geometrie und anwendungsspezifischen Materialeigenschaften. Halbzeuge werden dort relevant, wo Zuschnitte, Profile oder weiter zu bearbeitende Ausgangsformen benötigt werden. Welche Form geeignet ist, hängt von Verarbeitung, Substrat, chemischer Belastung und der geforderten Bewegungsaufnahme ab.

Abgrenzung zu PPS, Silikonen und Hochleistungsthermoplasten

Trotz der Namensähnlichkeit sind Polysulfide nicht mit Polyphenylensulfid (PPS) gleichzusetzen. PPS ist ein Hochleistungsthermoplast für formstabile technische Teile, während Polysulfide oft in elastischen oder reaktiven Systemen eingesetzt werden. Auch gegenüber PEEK, PEI oder PSU liegt der Schwerpunkt nicht auf hoher Steifigkeit oder konstruktiver Bauteilauslegung. Im Vergleich zu Silikonen oder TPE werden Polysulfide vor allem dann eingeordnet, wenn Dichtheit und chemische Beständigkeit in der Anwendung stärker gewichtet werden.

0 Anbieter

Die folgenden Unternehmen sind im Bereich Polysulfide (Thiokol) tätig. Die Einträge können Hersteller, Verarbeiter oder Anbieter verschiedener Lieferformen umfassen.
Unter dieser Leistung wurde noch kein Anbieter eingetragen.

Fragen & Antworten zu Polysulfide (Thiokol)

  • Was bedeutet die Bezeichnung Thiokol?

    Thiokol wird im Markt oft als Bezeichnung für Polysulfid-Systeme verwendet. Technisch ist Polysulfid die Stoffklasse.

  • Sind Polysulfide klassische Thermoplaste?

    Nicht zwingend. Im industriellen Umfeld treten sie oft als flüssige oder elastomer geprägte Systeme auf und nicht primär als typische Thermoplaste für Standard-Spritzgussteile.

  • In welchen Lieferformen werden Polysulfide angeboten?

    Üblich sind Flüssigharze, Formteile und Halbzeuge. Die geeignete Form richtet sich nach Verarbeitung und Anwendung.

  • Worin unterscheiden sich Polysulfide von PPS?

    PPS ist ein formstabiler Hochleistungsthermoplast. Polysulfide werden dagegen häufig für dichte, elastische oder reaktive Systeme verwendet.


Weitere Leistungen unter
Spezialpolymere und High-Performance Polymere

  • Polycarbonat (PC)
    35 Firmen
  • Polyacetale (POM) (Copolymere und Homopolymere)
    31 Firmen
  • Polyetheretherketon (PEEK)
    25 Firmen
  • Epoxide (EP)
    21 Firmen
  • Silicone (SI)
    19 Firmen
  • Polyphenylensulfid (PPS)
    18 Firmen
  • Polysulfon (PSU)
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  • Polyetherimid (PEI)
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  • Polyphenylenoxid (PPE), (modifiziert)
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  • Polyethersulfon (PES)
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  • Thermoplastische Elastomer (TPE)
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  • Polyimid (PI)
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  • Polymethylpenten (TPX)
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  • Ionomere
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  • Liquid Crystal Polymers (LCP)
    1 Firma
  • Polyetherketon (PEK)
    1 Firma
  • Acetalharze (Polyacetale, POM)
  • Aethoxylinharze (Epoxide, EP)
  • Ionomere Kunststoffe
  • Polyarylate

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