Werkstoffprofil von PEEK
PEEK kombiniert hohe Steifigkeit und Festigkeit mit guter Dimensionsstabilität auch bei erhöhten Temperaturen. Der Werkstoff ist gegenüber vielen Chemikalien beständig und zeigt je nach Type günstige Gleit- und Verschleisseigenschaften. Als teilkristalliner Thermoplast reagiert PEEK in Verarbeitung und Bauteilverhalten auf Kristallinität, Faseranteile und Ausrichtung, was für die Auslegung relevant ist.
Typische Einsatzfelder für PEEK
PEEK wird für technische Teile verwendet, die unter Temperatur, Reibung, Medienkontakt oder dauerhafter Last funktionieren müssen. Typische Beispiele sind Komponenten im Maschinenbau, in Pumpen und Ventilen, in der Elektro- und Verbindungstechnik sowie Präzisionsteile aus spanend bearbeiteten Halbzeugen. Auch dort, wo geringe Ausgasung, Sterilisierbarkeit oder hohe Reinheitsanforderungen eine Rolle spielen, wird PEEK je nach Anwendungsfall geprüft.
Formmassen, glasfaserverstaerkte Typen und Halbzeuge
Unverstaerkte Formmassen werden vor allem fuer Spritzguss- oder Extrusionsanwendungen verwendet, bei denen ein ausgewogenes Eigenschaftsprofil gefragt ist. Glasfaserverstaerktes PEEK erhoeht insbesondere Steifigkeit und Formstabilitaet, was fuer belastete Strukturteile relevant sein kann. Halbzeuge, beispielsweise als Platten oder Staebe, dienen haeufig als Ausgangsmaterial fuer gefraeste oder gedrehte Teile in Kleinserien, bei Prototypen oder bei komplexen Anpassungen.
Abgrenzung zu PEI, PPS und PEK
Innerhalb der High-Performance-Polymere ist PEEK enger mit PEK verwandt als mit amorphen Werkstoffen wie PEI. Gegenueber PPS wird PEEK haeufig fuer Anwendungen betrachtet, in denen das Zusammenspiel aus Temperaturbestaendigkeit, mechanischer Belastbarkeit und Medienkontakt anspruchsvoller ist. Im Vergleich zu POM, das viele technische Anwendungen bereits abdeckt, liegt PEEK klar im Bereich hoeherer Leistungsanforderungen. Die konkrete Werkstoffwahl haengt jedoch immer von Bauteilgeometrie, Verarbeitungsverfahren und Einsatzumgebung ab.