Funktion bei Wärmeabfuhr und Schmierung
Kühlschmiermittel senken die thermische Belastung im Bearbeitungsbereich und vermindern den direkten Kontakt zwischen Werkzeug und Werkstück. Dadurch lassen sich Reibung, Verschleiss und Anhaftungen begrenzen. Je nach Anwendung unterstützen sie zudem den Austrag von Spänen und Partikeln sowie den Schutz bearbeiteter Oberflächen vor Korrosion.
Einsatz im Werkzeugbau und bei der Instandhaltung
Im Umfeld der Kunststoffverarbeitung werden Kühlschmiermittel vor allem dort eingesetzt, wo Formen, Werkzeugkomponenten oder Maschinenteile spanend bearbeitet oder nachbearbeitet werden. Typische Kontexte sind Fräsen, Bohren, Schleifen oder Gewindebearbeitung an Formeinsätzen, Aufspannplatten und Halterungen. Auch bei Reparatur- und Unterhaltsarbeiten an metallischen Teilen können sie erforderlich sein, wenn Bearbeitungsschritte mit relevanter Wärmeentwicklung anfallen.
Wassermischbare und nicht wassermischbare Ausführungen
Gebräuchlich sind wassermischbare Systeme wie Emulsionen oder Lösungen sowie nicht wassermischbare Medien auf Ölbasis. Wassermischbare Varianten werden häufig dort eingesetzt, wo eine gute Kühlwirkung und einfache Handhabung gefragt sind. Nicht wassermischbare Produkte kommen eher in Anwendungen mit höherem Schmierbedarf in Betracht. Die Auswahl richtet sich nach Bearbeitungsverfahren, Werkstoff, Oberflächenanforderung, Anlagenverträglichkeit und Vorgaben für Pflege und Entsorgung.
Abgrenzung innerhalb der Heiztechnik und Kühltechnik
In dieser Hierarchie gehören Kühlschmiermittel zu den Betriebsmedien und nicht zu den Aggregaten oder Bauteilen der Temperierung. Sie unterscheiden sich damit klar von Kühlgeräten, Kühlplatten, Kühltischen oder Wasser-Rückkühlgeräten, die Temperatur technisch erzeugen oder abführen. Ebenfalls abzugrenzen sind Wasseraufbereitungsgeräte, die Medien konditionieren, sowie Heizkomponenten wie Heizbänder oder Heizpatronen. Gegenüber Leistungen wie Aufladegeneratoren oder Blasluftkühlern beziehen sich Kühlschmiermittel nicht auf Maschinenfunktionen, sondern auf das eingesetzte Medium im Bearbeitungsprozess.