Aufgabe in Kühl- und Temperierkreisläufen
In Anlagen der Heiztechnik und Kühltechnik beeinflusst die Wasserqualität den Betrieb von Leitungen, Wärmetauschern, Werkzeugkühlungen und Temperiergeräten. Wasseraufbereitungsgeräte werden eingesetzt, um Ablagerungen, Korrosion, Verschlammung oder hygienische Probleme im Kreislauf zu begrenzen. Die Aufbereitung kann vor der Erstbefüllung, bei der Nachspeisung oder im laufenden Betrieb erfolgen.
Typische Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung
Eingesetzt werden Wasseraufbereitungsgeräte unter anderem bei Spritzgiessanlagen, Extrusionslinien, Blasformanlagen sowie bei zentralen Kühlwasser- und Temperiersystemen. Relevant sind sie überall dort, wo Wasser über längere Zeit im Kreislauf geführt wird oder definierte Eigenschaften für Wärmeübertragung und Anlagenbetrieb benötigt werden. Auch bei mehreren verbundenen Maschinen mit gemeinsamer Versorgung ist eine kontrollierte Wasserqualität ein praktisches Thema.
Verfahrensarten und Ausführungen
Je nach Anforderung kommen unterschiedliche Aufbereitungsverfahren zum Einsatz. Dazu gehören Filtration zur Entfernung von Feststoffen, Enthärtung zur Reduktion von Härtebildnern, Entsalzung oder Teilentsalzung sowie Systeme zur Dosierung oder Überwachung der Wasserbeschaffenheit. Die Geräte können als zentrale Lösung für ganze Kreisläufe oder als dezentrale Einheit für einzelne Maschinen ausgelegt sein.
Abgrenzung zu anderen Leistungen der Heiztechnik und Kühltechnik
Wasseraufbereitungsgeräte sind auf die Qualität des Mediums ausgerichtet, nicht auf dessen eigentliche Abkühlung oder Erwärmung. Im Unterschied zu Wasser-Rückkühlgeräten oder allgemeinen Kühlgeräten senken sie nicht primär die Temperatur, sondern konditionieren das Wasser für einen stabilen Betrieb. Von Kühlschmiermitteln unterscheiden sie sich ebenfalls klar: Diese sind Betriebsstoffe, während Wasseraufbereitungsgeräte technische Einrichtungen innerhalb der Medienversorgung sind.