Wie Abwärme aus gekühlten Maschinen nutzbar gemacht wird
Die Leistung umfasst die Erfassung, Übertragung und Einbindung von Wärme, die beim Kühlen von Maschinen oder Prozessen entsteht. Technisch geschieht das meist über Wärmetauscher sowie über die hydraulische und regelungstechnische Anbindung an bestehende Kreisläufe. Entscheidend sind das verfügbare Temperaturniveau, die zeitliche Konstanz des Wärmestroms und die Frage, ob die Wärme direkt genutzt oder zwischengespeichert werden soll.
Typische Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung
Relevant ist die Wärmerückgewinnung überall dort, wo Maschinen dauerhaft gekühlt werden und parallel ein Wärmebedarf besteht. Das kann etwa bei Spritzgiess-, Extrusions- oder Blasprozessen der Fall sein, ebenso bei zentralen Kühlanlagen für mehrere Produktionslinien. Genutzt wird die zurückgewonnene Wärme zum Beispiel für die Vorerwärmung von Prozessmedien, für Heizaufgaben im Gebäude oder für andere betriebliche Niedertemperaturanwendungen.
Technische Ausprägungen und Planungsfragen
Unterschieden wird unter anderem zwischen direkter Nutzung der anfallenden Wärme und Lösungen mit Pufferspeicherung oder nachgeschalteter Temperaturanpassung. In der Planung sind die Trennung von Kühl- und Verbraucherkreislauf, die Lastprofile von Wärmequelle und Wärmeabnehmer sowie die Regelung bei schwankendem Betrieb zu berücksichtigen. Auch die Einbindung in bestehende Kühlgeräte, Wasser-Rückkühlgeräte oder zentrale Versorgungssysteme beeinflusst die Auslegung.
Abgrenzung innerhalb der Heiztechnik und Kühltechnik
Die Wärmerückgewinnung von gekühlten Maschinen ist keine eigenständige Kühlerzeugung und auch keine klassische elektrische Heizung. Im Unterschied zu Kühlgeräten, Blasluftkühlern oder Wasser-Rückkühlgeräten steht nicht die Abfuhr von Wärme im Vordergrund, sondern deren weitere Nutzung. Gegenüber Heizbändern, Heizpatronen oder Heizplatten wird Wärme hier nicht primär erzeugt, sondern aus bestehenden Kühlprozessen zurückgewonnen.