Kaninchen als Bereich der Tierproduktion
Unter Kaninchen in der Tierproduktion fallen alle betrieblichen Tätigkeiten rund um Zibben, Rammler, Jungtiere und Masttiere. Dazu gehören Fortpflanzungsplanung, Geburt, Aufzucht, Bestandesführung, Fütterung, Gesundheitsüberwachung sowie die Nutzung oder Vermarktung der erzeugten Tiere und Produkte. Die Leistung umfasst damit den gesamten Produktionsablauf und nicht nur einzelne Haltungsfragen.
Betriebliche Ausrichtung und Haltungsorganisation
Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Zuchtbetrieb, Aufzucht, Mast oder kombinierten Produktionsformen. Entsprechend werden Gruppierung, Trennung der Tierkategorien, Stallklima, Einstreu, Hygiene und Beobachtung unterschiedlich organisiert. Auch der Ablauf von Belegung, Geburt, Säugephase und Aufzucht beeinflusst die betriebliche Struktur.
Teilbereiche von Fütterung bis Produkte
Zu den Unterleistungen gehören Fütterung, Haltung, Produkte und Zucht. Fütterung betrifft die Rationsgestaltung, die Wasserversorgung und die Anpassung an Alter, Kondition und Produktionsphase. Haltung umfasst Stallstruktur, Sauberkeit, Tierkontrolle und den Umgang mit dem Bestand. Zucht bezieht sich auf Selektion, Fortpflanzungsplanung und die Entwicklung geeigneter Linien; unter Produkte fallen je nach Betrieb Tiere zur Weiterzucht oder vermarktbare Erzeugnisse.
Abgrenzung zu anderen Tierarten
Kaninchen werden innerhalb der Tierproduktion anders geführt als Rindvieh, Schafe oder Ziegen, weil Bestandesstruktur, Reproduktionsabläufe und Stallanforderungen abweichen. Gegenüber Geflügel oder Schweinen unterscheiden sich insbesondere die artspezifische Fütterung, das Verhalten und die Organisation der Haltung. Von Bereichen wie Bienen, Fischen oder Exoten grenzt sich die Leistung klar ab, da sie auf die Bedürfnisse landwirtschaftlich gehaltener Kaninchen ausgerichtet ist.