Was im Bereich Bienen fachlich dazugehört
Der Bereich Bienen umfasst die imkerliche Betreuung von Bienenvölkern über das Jahr hinweg. Dazu zählen Standortwahl, Kontrolle der Völkerentwicklung, Fütterung in geeigneten Phasen, Gesundheitsbeobachtung, Vermehrung sowie die Entnahme und Verarbeitung von Produkten aus dem Volk. Im Unterschied zu anderen Bereichen der Tierproduktion stehen bei Bienen Beuten, Wabenbau, Trachtverhältnisse und die Führung ganzer Völker im Vordergrund.
Typische Einsatzbereiche in der Imkerei
Bienenhaltung findet in Erwerbsimkereien, Nebenerwerbsbetrieben und landwirtschaftlichen Mischbetrieben statt. Je nach Ausrichtung liegt der Schwerpunkt auf Honigproduktion, Bestäubungsleistung, Königinnenzucht oder der Gewinnung weiterer Bienenprodukte. Auch Wanderimkerei, Standimkerei und auf bestimmte Trachtgebiete abgestimmte Betriebsweisen gehören in diesen Bereich.
Teilbereiche von Fütterung bis Produktgewinnung
Zu den Unterleistungen gehören Fütterung, Haltung, Imkereibedarf, Produkt und Zucht. Fütterung betrifft die Versorgung der Völker in Zeiten mit geringem natürlichem Futterangebot. Haltung umfasst Beutensysteme, Standplätze, Überwinterung und die laufende Völkerführung. Imkereibedarf bezeichnet Ausrüstung wie Beuten, Rähmchen, Schutzkleidung, Schleuder- und Abfülltechnik. Der Teilbereich Produkt betrifft insbesondere Honig sowie weitere Erzeugnisse aus dem Bienenvolk, während Zucht auf die gezielte Auswahl und Vermehrung geeigneter Bienenlinien ausgerichtet ist.
Abgrenzung innerhalb der Tierproduktion
Bienen unterscheiden sich von Bereichen wie Rindvieh, Schweine, Geflügel oder Ziegen durch ihre Haltungsform und die biologische Organisation als Volk. Es gibt keine Stallhaltung im üblichen Sinn, sondern Beuten am festen oder wechselnden Standort. Gegenüber Exoten oder Fischen ist die imkerliche Arbeit stärker von Blühverlauf, Wetter, Schwarmverhalten und Honigverarbeitung geprägt. Innerhalb der Hierarchie gehört Bienen damit klar zur Tierproduktion, bildet aber einen eigenständigen Fachbereich mit eigener Ausrüstung, eigenen Abläufen und eigener Terminologie.