Welche Arbeiten unter sonstige Verfahren fallen
Die Bezeichnung umfasst Bearbeitungsschritte, die technisch nahe bei der Feinbearbeitung liegen, aber ein eigenes Verfahrensprofil haben. Dazu gehören etwa Verfahren zur Glättung und Verdichtung von Oberflächen, zum gezielten Materialabtrag an Werkzeugen oder zur Nachbearbeitung von zylindrischen Aussenflächen. In der Praxis wird diese Sammelkategorie verwendet, wenn die Leistung nicht als klassisches Honen, Läppen oder Schleifen beschrieben werden kann, fachlich aber in denselben Bearbeitungskontext gehört.
Typische Einsatzbereiche in der Lohnbearbeitung
sonstige Verfahren werden eingesetzt, wenn Bauteile nach dem Drehen, Fräsen oder Schleifen eine zusätzliche Funktionsbearbeitung benötigen. Das betrifft zum Beispiel Oberflächen mit Anforderungen an Laufverhalten, Kontaktverhältnisse oder Kantenzustand. Auch bei der Aufbereitung von Werkzeugen, bei der Nacharbeit von Stangenmaterial oder bei ergänzenden Finish-Arbeiten an Einzelteilen und Serien kommen solche Verfahren vor.
Glattwalzen, Polieren, Schälen und Werkzeugschärfen
Innerhalb dieser Gruppe lassen sich verschiedene Teilbereiche einordnen. Glattwalzen dient der Glättung und Verdichtung von Oberflächen durch Umformung. Polieren zielt auf eine verfeinerte Oberfläche und wird meist als nachgelagerter Bearbeitungsschritt eingesetzt. Schälen wird vor allem bei zylindrischen Werkstücken verwendet, um Aussenflächen definiert zu bearbeiten. Werkzeugschärfen betrifft die Wiederherstellung oder Anpassung von Schneidgeometrien an Bohr-, Fräs-, Dreh- oder Sonderwerkzeugen.
Abgrenzung zu Honen, Läppen und Schleifen
Honen, Läppen und Schleifen sind eigenständige Hauptverfahren mit klaren verfahrenstechnischen Merkmalen. Honen wird typischerweise für hochgenaue Innen- oder Aussenflächen mit definiertem Bearbeitungsbild eingesetzt. Läppen arbeitet mit losem Korn zwischen Werkstück und Läppscheibe, während Schleifen mit gebundenem Schleifmittel erfolgt. sonstige Verfahren umfasst dagegen ergänzende oder spezialisierte Bearbeitungen, die funktional verwandt sind, aber nicht unter diese drei Verfahrensarten fallen.