Was die kombinierte Bearbeitung umfasst
Die Leistung verbindet drei Arbeitsschritte der Blechbearbeitung: Scheren zum Zuschnitt, Stanzen für Öffnungen oder wiederkehrende Geometrien und Biegen zur räumlichen Formgebung. Grundlage ist in der Regel ein CNC-Programm, das die Bearbeitungsreihenfolge und die relevanten Masse vorgibt. Dadurch lassen sich flache Zuschnitte und funktionale Biegeteile aus einem konsistenten Datensatz fertigen.
Typische Bauteile und Einsatzbereiche
Kombinierte Bearbeitungen werden für Gehäuseteile, Abdeckungen, Halterungen, Winkel, Konsolen oder Montagebleche eingesetzt. Häufig entstehen Bauteile mit gestanzten Befestigungspunkten, Ausschnitten und anschliessenden Biegungen für Stabilität oder Montagefunktion. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein Teil nicht nur getrennt, sondern auch in eine definierte Form gebracht werden muss.
Ablauf von Zuschnitt, Stanzbild und Biegekanten
Am Anfang steht die Festlegung von Aussenkontur, Innengeometrien und Biegelinien. Je nach Teil werden zuerst Blechtafeln oder Streifen auf Mass geschoren, danach folgen Stanzoperationen für Löcher, Schlitze oder Ausnehmungen und anschliessend die Biegungen. Bei der Planung sind insbesondere Bezugskanten, Reihenfolge der Bearbeitung und die spätere Einbaulage des Teils relevant.
Abgrenzung zu verwandten Trennverfahren
Im Unterschied zu reinen Scherarbeiten oder zu Stanzen als Einzelleistung umfasst diese Leistung zusätzlich die Umformung des Blechs. Gegenüber CNC-Nibbeln oder Laserschneiden und Stanzen, kombiniert, liegt der Schwerpunkt nicht auf komplexen konturgeführten Trennbildern, sondern auf dem abgestimmten Zusammenspiel von Zuschnitt, Stanzbild und Biegeoperation. Innerhalb der Hierarchie ist die Leistung deshalb an der Schnittstelle zwischen trennender Blechbearbeitung und nachfolgender Formgebung eingeordnet.