Was bei der kombinierten Bearbeitung entsteht
Bei dieser Lohnarbeit werden Blechteile so bearbeitet, dass Laserschneiden und Stanzen ihre jeweiligen Stärken im selben Fertigungsprozess einbringen. Der Laser eignet sich für variable Konturen, Innenausschnitte und Geometrien ohne Werkzeugbindung. Das Stanzen wird genutzt, wenn bestimmte Formen, Lochbilder oder Umformelemente mit einem Werkzeug wiederholt eingebracht werden. Dadurch lassen sich komplexe Teile fertigen, bei denen nicht jede Bearbeitung allein mit Laser oder allein mit Stanzen sinnvoll wäre.
Typische Werkstücke und Einsatzfälle
Kombinierte Verfahren werden bei Blechkomponenten eingesetzt, die sowohl freie Aussenkonturen als auch funktionale Stanzmerkmale enthalten. Dazu gehören etwa Gehäuseteile, Abdeckungen, Frontplatten, Montagebleche, Halterungen oder Bauteile mit regelmässigen Lochreihen und zusätzlichen Ausschnitten. Besonders geeignet ist das Verfahren für Teile, bei denen mehrere Bearbeitungsmerkmale präzise aufeinander abgestimmt werden müssen, bevor weitere Schritte wie Biegen, Schweissen oder Oberflächenbehandlung folgen.
Bearbeitungsmerkmale innerhalb des Verfahrens
Innerhalb der kombinierten Fertigung können je nach Maschine und Werkzeugausstattung unterschiedliche Merkmale umgesetzt werden. Gelaserte Bereiche betreffen meist Konturen, Durchbrüche und variable Geometrien. Gestanzte Bereiche betreffen häufig wiederkehrende Lochformen, Raster, Lüftungsbilder oder andere werkzeuggebundene Elemente. Welche Aufteilung zwischen Laser und Stanzen gewählt wird, hängt von Material, Blechdicke, Stückzahl, Geometrie und den geforderten Folgeprozessen ab.
Abgrenzung zu anderen Trennverfahren
Im Unterschied zu reinem Stanzen ist die kombinierte Bearbeitung nicht auf werkzeuggebundene Geometrien beschränkt. Gegenüber reinem Schneiden oder Laserschneiden kommen zusätzliche Stanzoperationen direkt im selben Prozess hinzu. Von CNC-Nibbeln unterscheidet sich das Verfahren dadurch, dass Konturen nicht nur schrittweise genibbelt, sondern gezielt auch gelasert werden. Perforieren bezeichnet in der Regel serielle Lochbilder, während bei Laserschneiden und Stanzen, kombiniert, unterschiedliche Bearbeitungsarten an einem Bauteil zusammengeführt werden. Biegen, Scheren und Stanzen (CNC), kombiniert, gehört fachlich in einen anderen Ablauf, weil dort Umformen und Scherprozesse stärker im Vordergrund stehen.