Messprinzip entlang von X-, Y- und Z-Achse
Bei dieser Maschinenart wird ein Messsystem CNC-gesteuert auf drei linearen Achsen bewegt. So lassen sich Punkte, Linien, Ebenen, Bohrungen, Abstände oder Formabweichungen an einem Werkstück automatisch erfassen. Die Messung kann je nach Ausführung taktil, scannend oder mit optischen Sensoren erfolgen. Der Fokus liegt auf reproduzierbaren Messabläufen für Bauteile, die aus einer festen Aufspannung heraus vollständig erreichbar sind.
Typische Einsatzbereiche in der Metallbearbeitung
3-achsige CNC-gesteuerte Koordinatenmessmaschinen werden in der Fertigungsmesstechnik, in der Erstbemusterung, bei Stichprobenprüfungen und in der Wareneingangskontrolle eingesetzt. Sie eignen sich für prismatische Teile, Fräs- und Drehteile, Werkzeuge, Vorrichtungen sowie andere Werkstücke mit klar zugänglichen Messmerkmalen. Häufig werden sie dort verwendet, wo Serienbauteile mit wiederkehrenden Prüfprogrammen kontrolliert werden sollen.
Ausführungen nach Bauart, Sensorik und Messaufgabe
Innerhalb dieser Leistung unterscheiden sich Maschinen unter anderem nach Bauform, Messbereich, Sensorart und Automatisierungsgrad. Je nach Messaufgabe kommen klassische Tastsysteme, kontinuierlich scannende Systeme oder optische Sensoren in Frage. Auch die Einbindung von Paletten, Werkstückspannungen, Software für Prüfpläne oder Auswertungen beeinflusst die konkrete Auslegung. Damit decken 3-achsige Systeme sowohl einfache Geometrieprüfungen als auch komplexere Prüfsequenzen innerhalb eines linearen Achssystems ab.
Abgrenzung zu mehrachsigen CNC-Koordinatenmessmaschinen
3-achsige CNC-gesteuerte Koordinatenmessmaschinen sind eine Untergruppe der CNC-gesteuerten Koordinatenmessmaschinen. Im Unterschied zu 4-achsigen und mehrachsigen Ausführungen verfügen sie nicht über zusätzliche Dreh- oder Schwenkachsen zur aktiven Lageveränderung von Sensor oder Werkstück. Dadurch sind sie auf Messaufgaben ausgerichtet, die ohne erweiterten Achsumfang bearbeitet werden können. Von allgemeinen CNC-Maschinen in der Fertigung unterscheiden sie sich zudem dadurch, dass sie nicht bearbeiten, sondern messen und prüfen.