Funktion von Mischgeräten bei Farben und Beschichtungen
Mischgeräte erzeugen eine gleichmässige Verteilung der Bestandteile in flüssigen oder pastösen Medien. Je nach Stoffsystem geht es um das Aufrühren abgesetzter Feststoffe, das Einmischen von Zusätzen oder das Vereinheitlichen von Viskosität und Konsistenz. In der Beschichtungstechnik betrifft das unter anderem Grundierungen, Decklacke, Korrosionsschutzsysteme und ähnliche Verarbeitungsmedien. Die Auslegung richtet sich nach Rührgut, Mischintensität, Gebindeform und gewünschter Prozesssicherheit.
Einsatz in metallverarbeitenden Betrieben
Typische Anwendungen liegen in Lackierereien, Vorbereitungsbereichen und Materialstationen von Metallbetrieben. Mischgeräte werden dort genutzt, um Beschichtungsstoffe vor der Applikation aufzubereiten, Material im Gebinde verarbeitungsfähig zu halten oder Zusätze in Klein- und Mittelchargen einzubringen. Auch bei Reparaturlackierungen, beim Ansetzen von Spezialbeschichtungen oder bei wechselnden Farbsystemen kommen sie zum Einsatz. Entscheidend ist dabei, dass das Material zum nachfolgenden Förder- oder Spritzprozess passt.
Bauarten und Ausführungen von Mischgeräten
Je nach Anwendung werden handgeführte Rührgeräte, fest installierte Rührwerke, Gebinde- und Fassmischer oder in den Prozess integrierte Mischeinheiten verwendet. Sie unterscheiden sich unter anderem in Antriebsart, Drehzahlbereich, Rührorgan und Eignung für unterschiedliche Viskositäten. Für empfindliche Medien kann eine schonende Durchmischung erforderlich sein, während stark sedimentierende Stoffe mehr Mischleistung verlangen. Bei lösemittelhaltigen Produkten spielen zudem Materialverträglichkeit und die Eignung für die jeweilige Betriebsumgebung eine Rolle.
Abgrenzung zu Farbmischanlagen, Pumpen und Spritzgeräten
Mischgeräte sind auf das Vermengen und Homogenisieren des Mediums ausgelegt. Farbmischanlagen gehen darüber hinaus und übernehmen oft auch Dosier- oder Rezepturaufgaben für mehrere Komponenten oder Farben. Pumpen fördern das Material, Spritzgeräte bringen es auf die Oberfläche auf, und Zweikomponenten-Pumpen verbinden Förderung und Mischprozess nahe an der Applikation. Mischgeräte sind damit ein vorgelagerter oder begleitender Prozessschritt innerhalb der Kategorie Farbe, Beschichtung, Pumpen und Spritzen.