Wie Magnetabscheider arbeiten
Ein Magnetabscheider nutzt ein Magnetfeld, um magnetisierbare Partikel aus einem vorbeigeführten Medium herauszuziehen. Je nach Ausführung erfolgt die Abscheidung direkt im Produktstrom, über eine magnetische Oberfläche oder über ein separates Austragssystem. Erfasst werden vor allem eisenhaltige Fremdstoffe und ferromagnetischer Abrieb. Nicht magnetische Stoffe wie Aluminium, Kupfer oder viele Kunststoffe lassen sich damit nicht trennen.
Typische Anwendungen in Metallbetrieben
Magnetabscheider kommen dort zum Einsatz, wo Metallpartikel unerwünscht sind oder gezielt separiert werden sollen. Dazu gehören Förderstrecken für Schüttgut, Recyclinglinien, Bearbeitungsprozesse mit Spanaufkommen sowie Kreisläufe mit Kühlschmierstoffen oder Prozesswasser. Auch vor Zerkleinerern, Pumpen, Ventilen oder nachfolgenden Reinigungsstufen werden sie eingesetzt, um Störungen durch eisenhaltige Bestandteile zu verringern.
Bauformen und Auslegung
Je nach Materialfluss werden unterschiedliche Bauformen verwendet, etwa Magnetstäbe, Magnetplatten, Trommelabscheider, Überbandmagnete oder Systeme für Rohrleitungen und Flüssigkeitsströme. Für die Auswahl sind unter anderem Korngrösse, Schichtdicke, Durchsatz, Feuchtigkeitsgehalt, Temperatur und die Art der Verunreinigung relevant. Auch die Reinigung des Magneten ist ein Auslegungspunkt, insbesondere bei anhaftenden Feinpartikeln oder kontinuierlichen Prozessen.
Abgrenzung zu verwandten Anlagen
Innerhalb der übergeordneten Leistung Reinigung und Entsorgung sind Magnetabscheider auf magnetische Stofftrennung spezialisiert. Sie unterscheiden sich von Filtern, die Partikel nach Grösse oder Medium zurückhalten, sowie von Oelabscheidern, die flüssige Phasen trennen. Gegenüber Absauganlagen und Entstaubungsanlagen erfassen sie keine luftgetragenen Stoffe über einen Luftstrom. Von Entmagnetisierungs-Apparaten grenzen sie sich klar ab: Diese entfernen Magnetisierung von Werkstücken, während Magnetabscheider Partikel aus Stoffströmen separieren.