Funktion von Reinigungsanlagen in der Metallverarbeitung
Reinigungsanlagen sind stationäre oder integrierte Systeme zur technischen Reinigung von metallischen Teilen, Werkzeugen, Trägern oder Produktionshilfsmitteln. Sie lösen oder entfernen unter anderem Öl, Emulsionen, Späne, Staub, Schleifreste, Poliermittel oder Konservierungsrückstände. Im Unterschied zur rein manuellen Reinigung laufen die Prozessschritte mit festgelegten Parametern wie Reinigungsmedium, Einwirkzeit, Bewegung, Temperatur oder Trocknung ab.
Typische Einsatzfelder entlang der Fertigung
In der Metallbranche werden Reinigungsanlagen vor allem zwischen bearbeitenden und nachfolgenden Arbeitsschritten eingesetzt. Typische Beispiele sind die Reinigung nach dem Drehen, Fräsen, Schleifen oder Stanzen sowie vor dem Beschichten, Schweissen, Messen, Montieren oder Verpacken. Daneben kommen sie auch für Werkstattbehälter, Werkstückträger, Spannmittel oder wiederverwendbare Transporthilfen infrage, wenn Verschmutzungen den Prozessablauf beeinträchtigen.
Anlagenformen und Auslegung nach Reinigungsaufgabe
Reinigungsanlagen werden je nach Durchsatz, Werkstückgeometrie und Verschmutzungsart unterschiedlich ausgelegt. Verbreitet sind Kammeranlagen, Durchlaufanlagen, Spritzreinigung, Tauchreinigung oder mehrstufige Systeme mit Spülen und Trocknen. Für die Auswahl sind unter anderem die Art der Rückstände, die erforderliche Sauberkeit, die Taktung, das eingesetzte Medium, der Platzbedarf und die Einbindung in bestehende Fertigungsabläufe relevant.
Abgrenzung zu Teile-Reinigungsanlagen und anderen Nachbarleistungen
Reinigungsanlagen sind in dieser Hierarchie als Oberbegriff für fest installierte Reinigungssysteme zu verstehen. Teile-Reinigungsanlagen konzentrieren sich enger auf die Reinigung einzelner Werkstücke oder Serienbauteile, während Ultraschallreinigungsanlagen ein spezielles Reinigungsverfahren innerhalb dieses Felds abbilden. Reinigungsgeräte sind meist mobile oder handgeführte Lösungen und keine Anlage im engeren Sinn. Abwasserreinigungsanlagen oder Wasseraufbereitungsanlagen behandeln dagegen das anfallende Prozesswasser beziehungsweise die Medienversorgung und nicht den eigentlichen Reinigungsvorgang am Teil.