Funktion von Lagerbehältern im betrieblichen Materialfluss
Lagerbehälter sind Behältnisse für die Aufbewahrung, Bereitstellung und innerbetriebliche Handhabung von Materialien und Teilen. Im Unterschied zu reinen Versandverpackungen sind sie auf wiederkehrende Lagerprozesse und definierte Abläufe im Betrieb ausgelegt. Je nach Einsatz müssen sie eine sichere Entnahme ermöglichen, den Inhalt schützen und sich in vorhandene Lager- oder Transportsysteme einfügen.
Typische Einsatzbereiche in Produktion und Lager
Verwendet werden Lagerbehälter unter anderem für Rohmaterial, Fertigungsteile, Kleinteile, Hilfsstoffe oder sortengetrennte Rückläufe. In der Fertigung dienen sie zur Bereitstellung direkt am Arbeitsplatz oder an Maschinen, im Lager zur Zwischenlagerung, Pufferung und Kommissionierung. Auch für die Sammlung von Ausschuss, Spänen oder wiederverwendbaren Teilen kommen je nach Prozess passende Behälterformen zum Einsatz.
Bauformen und Ausstattungen je nach Lagergut
Zu den gängigen Ausführungen zählen stapelbare Kästen, Sichtlagerbehälter, Grossbehälter, Gitterbehälter sowie Behälter mit Deckel, Entnahmeöffnung oder Unterteilungen. Die Auswahl richtet sich nach Grösse, Gewicht, Empfindlichkeit und Handhabung des Lagerguts. Relevante Merkmale sind unter anderem geschlossene oder durchbrochene Wände, glatte Innenflächen, Beschriftungsmöglichkeiten, Stapelbarkeit sowie die Eignung für Paletten, Regale oder Fördertechnik.
Abgrenzung zu Lagereinrichtungen und anderen Systemen
Lagerbehälter sind bewegliche oder versetzbare Einheiten für das konkrete Lagergut, während Lagereinrichtungen wie Regale, Gestelle oder Schränke die übergeordnete Lagerstruktur bilden. Von Coillagern unterscheiden sie sich durch den breiteren Einsatz für unterschiedlichste Güter statt für ein spezielles Lang- oder Rollenmaterial. Gegenüber Förderanlagen, Hebezeugen oder Warenflussverpackungssystemen liegt der Schwerpunkt nicht auf Transport, Heben oder Versandverpackung, sondern auf geordneter Aufnahme und Bereitstellung.