Funktion und Aufbau von Schlauchrollern
Ein Schlauchroller besteht aus einer Trommel zur Aufnahme des Schlauchs, einer Halterung oder Konsole für die Montage sowie einer Führung für das geordnete Auf- und Abrollen. Je nach Ausführung erfolgt das Aufrollen manuell oder über einen Feder- oder Rückzugsmechanismus. In industriellen Umgebungen steht weniger der Transport von Gütern als die saubere Lagerung und sichere Bereitstellung von Medienleitungen im Vordergrund.
Typische Einsatzbereiche in Werkstatt und Betrieb
Schlauchroller werden dort eingesetzt, wo Schläuche regelmässig benötigt, aber nicht dauerhaft ausgelegt sein sollen. Typische Anwendungen sind Druckluftanschlüsse an Arbeitsplätzen, Wasserzufuhr für Reinigung, Medienversorgung in Servicebereichen oder flexible Leitungen an Montageplätzen. Durch die feste Positionierung lassen sich Arbeitsbereiche übersichtlicher halten und Stolperstellen durch lose Schläuche reduzieren.
Ausführungen nach Medium, Montageart und Bedienung
Unterschieden wird unter anderem nach dem geführten Medium, der Schlauchlänge, dem Schlauchdurchmesser und der Art der Montage. Üblich sind Wand-, Decken- oder Maschinenmontagen sowie schwenkbare Ausführungen für wechselnde Arbeitsrichtungen. Daneben gibt es offene und geschlossene Bauformen sowie manuelle und selbstaufrollende Systeme. Die Auswahl richtet sich nach Einsatzhäufigkeit, Bewegungsradius und den Anforderungen des verwendeten Mediums.
Abgrenzung zu Kabeltrommeln und anderen Werkseinrichtungen
Schlauchroller sind auf die Führung von Schläuchen ausgelegt und unterscheiden sich damit klar von Kabeltrommeln, die für elektrische Leitungen vorgesehen sind. Gegenüber Förderanlagen, Hebezeugen oder Lagertechnik übernehmen sie keine Materialbewegung und keine Lastaufnahme, sondern die ordentliche Bereitstellung einer flexiblen Medienleitung. Innerhalb der Werkseinrichtungen gehören sie damit zur Infrastruktur rund um Versorgung, Ordnung und Arbeitsplatzorganisation.