Wendeschneidplatten für Fräswerkzeuge
Diese Platten bilden die Schneide in Fräsern mit auswechselbaren Schneideinsätzen. Beim Fräsen entstehen wechselnde Eingriffe und unterbrochene Schnitte, weshalb Form, Freiwinkel, Schneidkantenstabilität und Befestigung zur jeweiligen Fräsoperation passen müssen. Je nach Werkzeugkonzept kommen unterschiedliche Plattenformen, Eckenradien und Schneidengeometrien zum Einsatz.
Typische Fräsoperationen und Einsatzfelder
Fräswendeschneidplatten werden unter anderem für Planfräsen, Schulterfräsen, Nuten, Profilbearbeitungen und konturgebende Fräsprozesse verwendet. Sie kommen in der Serienfertigung ebenso vor wie in der Einzelteilbearbeitung, sofern Fräser mit austauschbaren Schneiden eingesetzt werden. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Werkstoff, Maschinenleistung, Oberflächenvorgabe und erreichbarer Zustellung.
Auswahl nach Geometrie, Schneidstoff und Bearbeitungsziel
Für die Auswahl sind unter anderem Schneidstoff, Beschichtung, Spanformer, Plattenform und Kantenpräparation relevant. Positive Geometrien können die Schnittkräfte senken, während stabilere Ausführungen für höhere Belastungen geeignet sind. Zusätzlich spielt die Frage eine Rolle, ob eher Schruppen, Schlichten oder ein universeller Einsatz vorgesehen ist. Auch die Kompatibilität mit dem vorhandenen Fräser ist zwingend zu prüfen.
Abgrenzung innerhalb der Kategorie Wendeschneidplatten
Diese Unterkategorie umfasst Platten, die für Fräsprozesse bestimmt sind. Gegenüber "Zum Drehen" unterscheiden sie sich durch Einsatzart, Schneidenanordnung und Werkzeugaufnahme; gegenüber "Zum Bohren" durch die Anforderungen an Bohrwerkzeuge und axiale Zerspanung. Die Geschwisterleistungen "Hartmetallwendeschneidplatten, beschichtet", "Hartmetallwendeschneidplatten, unbeschichtet", "Mit CBN-Belag" und "Mit PKD-Belag" ordnen nach Werkstoff oder Belag, während "Zum Fräsen" nach dem Bearbeitungsverfahren gegliedert ist.