Welche Komponenten unter Schutzelemente fallen
Unter Schutzelementen werden in der Verteiltechnik elektrische Betriebsmittel zusammengefasst, die Schutzfunktionen im Stromkreis übernehmen. Dazu gehören insbesondere Fehlerstromschutzschalter, Leitungsschutzschalter, Sicherungseinsätze und Sicherungssockel sowie Motorschutzschalter. Je nach Anwendung werden auch Schütze und Softstarter in diesem Zusammenhang betrachtet, wenn sie in Motorabgängen mit Schutz- und Schaltaufgaben kombiniert werden. Entscheidend ist nicht die Bauform, sondern die Funktion im Schutz- oder Abschaltkonzept einer Anlage.
Einsatz in Verteilungen, Schaltschränken und Motorabgängen
Schutzelemente werden in Hauptverteilanlagen, Unterverteilungen und Schaltschränken eingesetzt, um einzelne Stromkreise gezielt abzusichern. In Gebäudeinstallationen schützen sie Abgänge für Beleuchtung, Steckdosen, Verbrauchergruppen oder technische Anlagen. Im industriellen Umfeld betrifft dies auch Motorstarterkombinationen, Maschinenabgänge und Hilfsstromkreise. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Nennstrom, Kurzschlussbedingungen, Selektivität und dem Verhalten der angeschlossenen Last.
Typische Ausprägungen von Fehlerstromschutz bis Softstarter
Fehlerstromschutzschalter dienen dem Schutz bei Fehlerströmen, während Sicherungsautomaten und Sicherungseinsätze vor allem Leitungen gegen Überlast und Kurzschluss absichern. Motorschutzschalter sind auf die Anforderungen von Motoren ausgelegt und reagieren auf motorbezogene Überlastsituationen. Sicherungssockel bilden die Aufnahme für austauschbare Sicherungseinsätze. Schütze übernehmen das ferngesteuerte Schalten von Lasten; Softstarter reduzieren elektrische und mechanische Belastungen beim Anlauf von Motoren und werden häufig mit Schutzgeräten kombiniert.
Abgrenzung zu Messgeräten, Installationsmaterial und Steuertechnik
Schutzelemente sind von Messinstrumenten, Energiezählern oder Kontrolluhren zu unterscheiden, da diese Zustände erfassen oder anzeigen, aber keine eigentliche Schutzabschaltung übernehmen. Gegenüber Elektrorohren, Isolierschläuchen oder EMV-Abschirmungsschläuchen liegt der Unterschied darin, dass Schutzelemente den Stromkreis elektrisch schützen und nicht Leitungen mechanisch oder elektromagnetisch abschirmen. Auch von elektronischen Steuergeräten, BUS-Installationen und Hausleittechniken grenzen sie sich ab: Diese steuern oder überwachen Anlagen, während Schutzelemente Fehler begrenzen oder im Störfall abschalten. Innerhalb der Hierarchie gehören sie damit zur funktionalen Absicherung von Verteilungen und nicht zur Leitungsführung, Messung oder Gebäudeautomation.