Was beim Einspeisemanagement geregelt wird
Beim Einspeisemanagement wird die Wirkleistung einer Photovoltaikanlage so geführt, dass definierte Vorgaben für die Netzeinspeisung eingehalten werden. Die Regelung erfolgt nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit Wechselrichter, Messpunkten und gegebenenfalls übergeordneten Steuerungen. Je nach Aufbau kann die Einspeisung fest begrenzt, anhand gemessener Werte nachgeführt oder durch externe Signale beeinflusst werden.
Typische Einsatzsituationen in Solaranlagen
Einspeisemanagement wird dort eingesetzt, wo die abgegebene Leistung am Netzanschluss kontrolliert werden muss. Das betrifft unter anderem Anlagen mit vorgegebener Einspeisebegrenzung, Systeme mit hohem Eigenverbrauchsanteil oder Konstellationen mit mehreren Erzeugern an einem gemeinsamen Anschlusspunkt. Auch bei Erweiterungen bestehender PV-Anlagen kann eine koordinierte Regelung der Einspeisung erforderlich sein.
Statische Begrenzung, dynamische Regelung und Signalverarbeitung
Eine einfache Ausprägung ist die statische Begrenzung auf einen fest definierten Wert. Darüber hinaus gibt es dynamische Lösungen, bei denen aktuelle Messwerte am Netzanschlusspunkt laufend ausgewertet werden, um die Einspeisung bedarfsgerecht zu steuern. In manchen Anlagen werden zusätzlich externe Signale verarbeitet, damit die Einspeiseleistung nach vorgegebenen Stufen oder Freigaben angepasst wird.
Abgrenzung zu Wechselrichtern, Zählern und Steuerungen
Einspeisemanagement ist nicht mit dem Wechselrichter selbst gleichzusetzen, auch wenn der Wechselrichter die Regelvorgaben technisch umsetzt. Zähler und Messgeräte liefern die notwendigen Werte, übernehmen aber nicht zwingend die eigentliche Regelentscheidung. Gegenüber allgemeinen Steuerungen ist Einspeisemanagement klar auf die netzseitige Leistungsabgabe ausgerichtet, während Datenlogger primär der Erfassung und Auswertung von Betriebsdaten dienen.