Wie Wärmerechner in Solarthermie arbeiten
Ein Wärmerechner bildet aus Durchfluss und Temperaturen im Vor- und Rücklauf die abgegebene oder aufgenommene Wärmemenge. Dafür werden in der Regel Temperaturfühler und ein Durchflussmessgerät mit einer Recheneinheit kombiniert. In solarthermischen Anlagen lässt sich so nachvollziehen, wie viel Wärme vom Solarkreis in einen Speicher oder in ein nachgeschaltetes System übertragen wird. Die Messung bezieht sich immer auf den gewählten hydraulischen Abschnitt und nicht auf die gesamte Anlage ohne weitere Messpunkte.
Typische Einsatzorte in solarthermischen Anlagen
Wärmerechner werden dort eingesetzt, wo der nutzbare Wärmeertrag einer Anlage erfasst werden soll. Typische Messstellen liegen an der Speicherladung, an Übergaben zwischen Solarkreis und Wärmetauscher oder in Teilkreisen grösserer Anlagen. In Mehrfamilienhäusern, Zweckbauten oder kombinierten Wärmeversorgungssystemen helfen sie bei der Auswertung einzelner Anlagenteile. Bei kleineren Anlagen werden sie häufig für Monitoring, Fehleranalyse und Ertragsvergleich verwendet.
Geräteausführung und technische Auswahlpunkte
Für die Auswahl sind vor allem Medium, Temperaturbereich, Einbausituation und die gewünschte Datenausgabe relevant. In solarthermischen Kreisen kann das Wärmeträgermedium von reinem Heizungswasser abweichen, weshalb Messgerät und Berechnungsgrundlage dazu passen müssen. Je nach System werden kompakte Geräte oder kombinierte Lösungen mit separaten Sensoren eingesetzt. Ebenfalls zu beachten sind Kommunikationsschnittstellen, die Einbindung in übergeordnete Steuerungen und die Zuordnung zu einzelnen Messstrecken.
Abgrenzung zu Zählern, Messgeräten und Steuerungen
Im Bereich Zubehör für Solarenergie sind Wärmerechner klar von anderen Komponenten zu unterscheiden. Gegenüber allgemeinen Messgeräten erfassen sie nicht nur Einzelwerte, sondern berechnen eine Wärmemenge aus mehreren Messgrössen. Im Unterschied zu Datenloggern liegt ihr Schwerpunkt auf der Ermittlung des Wärmeertrags, nicht auf der langfristigen Speicherung vieler Betriebsdaten. Von Steuerungen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie primär messen und rechnen, während Steuerungen Pumpen, Ventile oder Schaltvorgänge im Betrieb beeinflussen.