Zeitbasierte Schaltfunktionen in Solaranlagen
Eine Schaltuhr schaltet angeschlossene Stromkreise nach vorgegebenen Zeiten ein oder aus. In solartechnischen Anwendungen dient sie dazu, wiederkehrende Abläufe mit festen Tages-, Wochen- oder Kalenderprogrammen abzubilden. Anders als sensor- oder datenbasierte Regelungen arbeitet sie primär nach Zeitvorgaben. Sie eignet sich daher für Funktionen, bei denen keine laufende Auswertung von Einstrahlung, Temperatur oder Verbrauch erforderlich ist.
Typische Anwendungen bei Photovoltaik und Solarthermie
Schaltuhren kommen in Solarsystemen vor allem bei ergänzenden Betriebsfunktionen zum Einsatz. Dazu zählen zeitgesteuerte Verbraucher, die Freigabe definierter Betriebszeiten oder das Begrenzen von Laufzeiten einzelner Komponenten. Im Umfeld von Solarthermie können damit beispielsweise zeitliche Betriebsfenster für periphere Aggregate abgebildet werden. Im Umfeld von Photovoltaik werden sie eingesetzt, wenn Verbraucher unabhängig von der Ertragsregelung zu festen Zeiten geschaltet werden sollen.
Ausführungen und programmierbare Varianten
Verbreitet sind analoge und digitale Schaltuhren sowie Ausführungen mit Tages- oder Wochenprogramm. Je nach Einsatzbereich kommen Geräte für den Schaltschrank, die Verteilung oder den direkten Geräteeinbau infrage. Digitale Modelle erlauben meist feinere Schaltintervalle und mehrere Programme, während einfache analoge Varianten auf wiederkehrende Standardzeiten ausgelegt sind. Für Anwendungen mit wechselnden Hell-Dunkel-Zeiten werden auch astronomische Schaltuhren eingesetzt, sofern die Aufgabe an Sonnenauf- oder Sonnenuntergang gekoppelt ist.
Abgrenzung zu Steuerungen, Datenloggern und Zählern
Innerhalb des Solarenergie-Zubehörs sind Schaltuhren von anderen Komponenten klar zu unterscheiden. Im Unterschied zu Steuerungen verarbeiten sie in der Regel keine laufenden Sensorwerte und treffen keine zustandsabhängigen Entscheidungen. Datenlogger erfassen und dokumentieren Betriebsdaten, Zähler messen Energiemengen oder elektrische Werte, und Wechselrichter übernehmen die Umwandlung von Stromarten. Schaltuhren ergänzen solche Geräte, indem sie einfache zeitliche Schaltaufgaben übernehmen.