Welche Aufgabe Datenlogger in Solaranlagen übernehmen
Ein Datenlogger sammelt Messwerte und Zustände aus einer Solaranlage und speichert sie zeitbezogen ab. Dadurch lassen sich Erzeugung, Verbrauch, Betriebszustände und Abweichungen nicht nur als Momentaufnahme, sondern als Verlauf auswerten. In Photovoltaikanlagen betrifft das unter anderem Leistungsdaten, Erträge und Wechselrichterstatus. In solarthermischen Anlagen können Temperaturverläufe, Laufzeiten oder weitere Prozessdaten dokumentiert werden.
Typische Einsatzbereiche in Photovoltaik und Solarthermie
Datenlogger werden eingesetzt, wenn Anlagendaten über längere Zeit dokumentiert, verglichen oder ausgewertet werden sollen. Das betrifft beispielsweise die Ertragskontrolle von Photovoltaikanlagen, die Überwachung einzelner Anlagenteile oder die Analyse wiederkehrender Störungen. In solarthermischen Systemen unterstützen sie die Nachverfolgung von Temperaturdifferenzen, Betriebszeiten und Anlagenverhalten. Auch bei Anlagen mit mehreren Messpunkten oder dezentralen Komponenten sind sie verbreitet.
Ausführungen, Datenquellen und Einbindung
Je nach System erfassen Datenlogger Werte direkt über angeschlossene Sensoren oder über Schnittstellen von Geräten wie Wechselrichtern, Zählern, Ladereglern oder Steuerungen. Sie können lokal speichern, Daten an übergeordnete Systeme weitergeben oder beides kombinieren. Relevant sind dabei Anzahl und Art der Eingänge, Kompatibilität mit vorhandenen Komponenten, Zeitauflösung der Aufzeichnung und Form der Datenausgabe. Welche Ausführung passt, hängt von Anlagengrösse, gewünschter Auswertung und bestehender Infrastruktur ab.
Abgrenzung zu Messgeräten, Zählern und Steuerungen
Datenlogger sind im Bereich Zubehör der Solarenergie der Datenerfassung und Dokumentation zuzuordnen. Im Unterschied zu Messgeräten liegt ihr Schwerpunkt nicht auf der einzelnen Messung vor Ort, sondern auf der fortlaufenden Aufzeichnung über Zeit. Gegenüber Zählern erfassen sie meist ein breiteres Spektrum an Betriebsdaten und verknüpfen mehrere Datenquellen. Von Steuerungen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie Daten primär sammeln und auswertbar machen, statt Prozesse aktiv zu regeln.