Funktion von Anwesenheitsfühlern in der Lüftungsregelung
Ein Anwesenheitsfühler liefert ein Signal zum Belegungszustand eines Raums. Dieses Signal kann in der Lüftungstechnik für Ein, Aus, Absenkung oder bedarfsabhängige Betriebsarten verwendet werden. Der Fühler selbst regelt die Anlage nicht, sondern stellt der übergeordneten Steuerung oder dem Regler eine Eingangsgrösse zur Verfügung. Welche Erfassungsmethode eingesetzt wird, hängt vom System und vom Anwendungsfall ab.
Typische Einsatzbereiche in Gebäuden
Anwesenheitsfühler werden vor allem in Räumen mit schwankender Nutzung eingesetzt, etwa in Sitzungszimmern, Schulungsräumen, Einzelbüros, Hotelzimmern oder Nebenräumen. Dort kann die Lüftung während belegter Zeiten aktiviert oder auf einen höheren Betriebszustand geschaltet werden. In selten genutzten Bereichen lassen sich Leerstandszeiten einfacher abbilden als mit festen Zeitprogrammen. Das ist besonders dort sinnvoll, wo Nutzungsprofile unregelmässig sind.
Ausführungen und Einbindung ins System
Je nach Planung kommen raumbezogene Einzelgeräte, zonenweise Erfassungen oder kombinierte Fühler mit weiteren Messfunktionen zum Einsatz. Auch die Einbindung variiert: möglich sind einfache Schaltsignale ebenso wie die Anbindung an eine Gebäudeautomation oder an eine lüftungstechnische Steuerung. Bei der Auswahl sind Erfassungsbereich, Montageort, Raumgeometrie und die gewünschte Reaktion der Anlage auf das Signal zu berücksichtigen. In komplexeren Anlagen wird das Anwesenheitssignal oft mit weiteren Messwerten verknüpft.
Abgrenzung zu Präsenzmeldern, Reglern und anderen Komponenten
Im Umfeld der Lüftungstechnik werden Anwesenheitsfühler und Präsenzmelder teilweise ähnlich verwendet, die Begriffe sind jedoch nicht immer deckungsgleich. Anwesenheitsfühler beziehen sich im Regelfall auf die Information, ob ein Bereich belegt oder unbelegt ist, während Präsenzmelder oft auf eine feinere Bewegungserfassung für Raumfunktionen ausgelegt sind. Von Reglern, Steuerungen oder Klappenantrieben unterscheiden sich Anwesenheitsfühler dadurch, dass sie keine Stellfunktion übernehmen, sondern ein Eingangssignal liefern. Gegenüber Drucksensoren, Durchflussmessern oder Lüftungswächtern erfassen sie nicht den Anlagenzustand, sondern die Nutzung des Raums.