Temperaturabhängige Schalt- und Regelaufgaben in Lüftungsanlagen
Ein Thermostat vergleicht eine gemessene Temperatur mit einem vorgegebenen Sollwert und gibt daraus ein Schalt- oder Steuersignal ab. Im Lüftungsbereich betrifft das etwa Heizregister, Kühlregister, Ventilatoren oder nachgeschaltete Komponenten, die nur innerhalb definierter Temperaturgrenzen betrieben werden sollen. Je nach Ausführung arbeitet ein Thermostat als einfacher Ein-Aus-Schalter oder als Bestandteil einer temperaturgeführten Regelkette.
Typische Einbauorte und Anwendungen
Thermostate werden als Raumthermostate, Kanalthermostate oder anlagenseitig in unmittelbarer Nähe von Wärmetauschern und Registern eingesetzt. Typische Anwendungen sind die Begrenzung von Zulufttemperaturen, die Anforderung von Nachheizung oder Nachkühlung sowie Frostschutzfunktionen in lüftungstechnischen Anlagen. In gebäudetechnischen Anlagen finden sie sich auch dort, wo einzelne Temperaturzonen unabhängig überwacht oder geführt werden müssen.
Ausführungen nach Messort, Funktion und Schaltverhalten
Unterschieden wird unter anderem nach dem Ort der Temperaturerfassung, nach der Art des Schaltkontakts und nach dem vorgesehenen Temperaturbereich. Für Lüftungsanlagen sind insbesondere Kanal- und Frostschutzthermostate relevant, während Raumthermostate näher an der Nutzungseinheit arbeiten. Je nach System werden mechanische oder elektronische Varianten verwendet, mit festem oder einstellbarem Sollwert sowie mit unterschiedlicher Reaktionscharakteristik.
Abgrenzung zu Reglern, Steuerungen und Sensorik
Thermostate sind auf die Temperaturerfassung mit zugehöriger Sollwertfunktion ausgerichtet. Sie unterscheiden sich von Reglern dadurch, dass sie oft einfacher aufgebaut sind und meist auf eine einzelne Temperaturgrösse bezogen arbeiten. Gegenüber Steuerungen übernehmen sie keine übergeordnete Anlagenlogik, und im Unterschied zu Stellantrieben setzen sie keine mechanische Bewegung um. Druckaufnehmer, Durchflussmesser oder Präsenzmelder erfassen andere physikalische oder nutzungsbezogene Zustände und gehören deshalb in benachbarte Funktionsgruppen.