Wie Klappenantriebe Luftklappen verstellen
Ein Klappenantrieb ist mit der Welle einer Luftklappe verbunden und bewegt diese in einen vorgegebenen Öffnungswinkel. Je nach Ausführung fährt der Antrieb nur zwischen Endlagen oder positioniert die Klappe stufenlos. In vielen Anwendungen ist zusätzlich eine definierte Sicherheitsstellung relevant, die bei einem Ausfall der Versorgung automatisch erreicht werden soll.
Typische Einbauorte in Lüftungs- und Klimasystemen
Klappenantriebe werden in Kanalnetzen, Mischkammern, Lüftungsgeräten und Zonensystemen eingesetzt. Dort öffnen, schliessen oder dosieren sie Aussenluft-, Zuluft-, Abluft- oder Umluftwege. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo Luftströme abhängig von Temperatur, Druck, Belegung oder Betriebszeit geregelt werden.
Ausführungen nach Stellart, Rücklauffunktion und Signal
Gebräuchlich sind Antriebe für Auf/Zu-Betrieb, für mehrstufige Ansteuerung und für stetige Regelung. Je nach Aufgabe gibt es Varianten mit oder ohne Federrücklauf sowie Modelle mit Positionsrückmeldung oder Zusatzkontakten. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Klappengrösse, erforderlichem Drehmoment, Einbausituation und der vorgesehenen Anbindung an die Gebäudeautomation.
Abgrenzung zu Stellantrieben, Reglern und automatischen Ventilen
Innerhalb der Hierarchie unter Armaturen, Instrumente und Regelungen sind Klappenantriebe auf Luftklappen ausgerichtet. Der Begriff Stellantriebe ist breiter und umfasst auch Antriebe für Ventile oder andere Stellglieder. Regler, Steuerungen und Sensoren geben Signale vor oder erfassen Zustände, während der Klappenantrieb die mechanische Verstellung ausführt. Automatische Lüftungs- oder Abluftventile arbeiten dagegen an Luftauslässen oder Einlässen, nicht an Klappen im Kanal oder Gerät.