Wie Frequenzumrichter in Lüftungsanlagen arbeiten
Ein Frequenzumrichter speist einen Motor nicht direkt mit fixer Netzfrequenz, sondern erzeugt eine variable Ausgangsfrequenz. Dadurch lässt sich die Drehzahl des angeschlossenen Antriebs gezielt verändern. In der Lüftungstechnik betrifft das vor allem Ventilatorantriebe, bei denen Förderleistung, Druckverhalten und Anlaufverhalten an die Anlage angepasst werden sollen.
Typische Einsatzfälle bei Ventilatoren und Luftförderung
Frequenzumrichter kommen in Zu-, Ab- und Umluftsystemen zum Einsatz, wenn Volumenströme nicht konstant gefahren werden. Sie werden mit Druck-, Volumenstrom-, CO2- oder Temperaturvorgaben kombiniert, damit der Ventilator auf wechselnde Lasten reagieren kann. Auch bei grossen Anlagen mit unterschiedlichen Betriebszuständen, Nachtabsenkung oder zonenabhängiger Luftförderung sind drehzahlgeregelte Antriebe üblich.
Ausführungen und technische Merkmale
Je nach Anlagenkonzept werden Frequenzumrichter als Schaltschrankgerät oder als dezentrale Ausführung nahe beim Motor verbaut. Relevant sind unter anderem die passende Dimensionierung zum Motor, die Art der Ansteuerung, integrierte Schutzfunktionen sowie die Einbindung in die Gebäudeautomation. In der Praxis werden oft Rampen für Anlauf und Stopp, Sollwertvorgaben und Rückmeldungen zu Betriebszustand oder Störung genutzt.
Abgrenzung zu Reglern, Steuerungen und Stellantrieben
Ein Frequenzumrichter ist kein Regler im engeren Sinn, sondern die Leistungseinheit zur Drehzahlsteuerung des Motors. Regler und Steuerungen geben Sollwerte oder Freigaben vor, während der Frequenzumrichter diese in eine motorseitige Ansteuerung umsetzt. Von Stellantrieben oder Klappenantrieben unterscheidet er sich dadurch, dass nicht eine Klappe oder Armatur verstellt wird, sondern die Drehzahl eines elektrischen Antriebs.