Welche Druckwerte in Lüftungssystemen erfasst werden
Im Bereich Lüftung messen Druckaufnehmer und Drucksensoren statischen Druck, Relativdruck, Absolutdruck oder Differenzdruck. Erfasst werden dabei meist Luft oder andere neutrale Gase innerhalb von Geräten, Kanälen oder Räumen. Der Sensor wandelt den physikalischen Druck in ein auswertbares Signal um, das für Anzeige, Regelung oder Störmeldungen genutzt wird.
Typische Messstellen in Klima- und Lüftungsanlagen
Häufige Messstellen liegen vor und nach Filtern, an Ventilatoren, in Luftkanälen sowie zwischen Bereichen mit definierten Druckverhältnissen. So lassen sich Druckverluste, Anlagenzustände oder Raumdruckkaskaden überwachen. Auch bei variablen Luftmengen und bei der Zustandsüberwachung einzelner Anlagenteile werden Drucksensoren eingesetzt.
Ausführungen nach Messaufgabe und Signal
Je nach Anwendung kommen Sensoren für Absolutdruck, Relativdruck oder Differenzdruck zum Einsatz. Üblich sind Ausführungen für kleine Druckbereiche in der Lüftungstechnik, etwa zur Filterüberwachung oder zur Erfassung von Kanaldrücken. Unterschieden wird zudem nach Einbauart, Messbereich und der Art der Signalübergabe an übergeordnete Systeme.
Abgrenzung zu Reglern, Messinstrumenten und Strömungswächtern
Druckaufnehmer und Drucksensoren liefern den Messwert, steuern die Anlage aber nicht selbst. Regler und Steuerungen verarbeiten diese Werte weiter, während Messinstrumente sie vor allem anzeigen oder dokumentieren. Im Unterschied zu Strömungswächtern oder Durchflussmessern erfassen Drucksensoren keinen Volumenstrom, sondern den Druck oder die Druckdifferenz als eigene Messgrösse.