Welche Funktion Ablaufgarnituren übernehmen
Eine Ablaufgarnitur verbindet die Ablauföffnung eines Sanitärobjekts mit dem nachgelagerten Ablaufanschluss. Sie sorgt für einen sauberen Wasserabfluss und kann je nach Bauart das Ablassen oder Verschliessen des Wassers ermöglichen. Bei Badewannen ist häufig auch der Überlauf in die Garnitur eingebunden, sodass Ablauf und Überlauf konstruktiv zusammengehören.
Einsatz bei Duschwannen und Badewannen
Im Bereich Duschen und Wannen kommen Ablaufgarnituren vor allem bei Duschwannen, Duschflächen und Badewannen zum Einsatz. Bei flachen Duschaufbauten sind geringe Einbauhöhen relevant, während bei Badewannen oft die Kombination aus Ablauf, Überlauf und Bedienelement im Vordergrund steht. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Objektart, Ablauföffnung, Einbausituation und Anschluss an die Entwässerung.
Typische Ausführungen und Bestandteile
Ablaufgarnituren gibt es in unterschiedlichen Bauformen für Dusche oder Wanne. Üblich sind Varianten mit festem Ablauf, mit herausnehmbarem Siebeinsatz oder mit verschliessbarem Ablauf, etwa über Stopfen, Drehmechanik oder Druckverschluss. Sichtbare Teile wie Abdeckungen oder Ventilteller können je nach Produkt in Kunststoff oder Metall ausgeführt sein.
Abgrenzung zu Ablaufsystemen und Siphons
Ablaufgarnituren sind von Ablaufsystemen und Siphons zu unterscheiden. Ablaufsysteme bezeichnen den breiteren Entwässerungsaufbau, etwa Linien- oder Punktentwässerungen mit zugehörigen Komponenten. Der Siphon ist das Geruchsverschluss-Element im Ablaufweg. Die Ablaufgarnitur sitzt dagegen direkt am Sanitärobjekt und bildet dessen objektspezifischen Ablaufabschluss.