Halte- und Stützsysteme im Nassbereich
Unter Sicherheits-Griffsystemen werden fest montierte oder klappbare Griffe verstanden, die in rutschgefährdeten Bereichen zusätzliche Stabilität geben. Typisch sind Wandgriffe an der Dusche, Einstiegsgriffe an der Badewanne oder Stützgriffe entlang von Bewegungsabläufen im Bad. Entscheidend sind eine gut greifbare Form, eine für nasse Hände geeignete Oberfläche und eine Montage, die zur Wandkonstruktion passt.
Typische Einbauorte bei Dusche und Wanne
In Duschen werden Griffsysteme häufig am Zugang, an Seitenwänden oder im Bereich von Sitzlösungen eingesetzt. Bei Badewannen liegen typische Positionen am Wannenrand, an der Einstiegsseite oder an der angrenzenden Wand, wo das Ein- und Aussteigen unterstützt wird. In privat genutzten Bädern kommen sie bei altersgerechten Umbauten vor, ebenso in Hotels, Kliniken, Pflegeeinrichtungen und hindernisreduzierten Sanitärräumen.
Bauformen, Materialien und Montagevarianten
Gebräuchlich sind gerade Haltegriffe, abgewinkelte Griffsysteme, Ecklösungen sowie hochklappbare Stützgriffe. Je nach Einsatzbereich kommen unterschiedliche Oberflächen und Materialien in Frage, etwa Metallausführungen mit glatter oder strukturierter Oberfläche. Bei der Planung sind nicht nur die Griffgeometrie, sondern auch Wandaufbau, Befestigungspunkte und die spätere Nutzung relevant. Nachrüstungen sind möglich, wenn der Untergrund eine geeignete Verankerung zulässt.
Abgrenzung zu Armaturen, Sicherheitsventilen und Ablaufteilen
Sicherheits-Griffsysteme gehören im Bad zur physischen Benutzerunterstützung und nicht zur Wasserführung oder Entwässerung. Sie unterscheiden sich damit klar von Armaturen, Mischventilen, Thermomischern und Badebatterien, die den Wasserbezug regeln, sowie von Ablaufgarnituren, Siphons und Ablaufsystemen. Auch Sicherheitsventile erfüllen eine technische Schutzfunktion im Leitungssystem, ersetzen aber keine Halte- oder Stützmöglichkeit für Nutzerinnen und Nutzer.